Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 28. (2004) (Szombathely, 2004)

Régészet - Gál Krisztián–Molnár Attila: „Sé-Doberdó. Az 1998-as és 2001-es ásatások vaskori leletenyaga”

GÁL К. es MOLNÁR A.: "Sé-Doberdó. Az 1998-as és 2001-es ásatások vaskori leletanyaga" um einen die Kleidung des herrschenden Ethnikums tragenden, eventuell sich nach der aktuellen Mode klei­denden lokalen Fürsten handelt. Nachdenklich ist jene Bemerkung des Autors, dass sich die östlichen Elemente vor allem auf die männliche Sphäre des Totenkultes beschränken, das heißt zur Repräsentation, dadurch sicherlich zur Legitimation dienten (TER AN 1998: 529-530). Ob wir in Velem mit einer skythischen oder einer durch die skythische Kultur geprägten herrschenden Klasse rechnen müssen, wissen wir nicht, ein größer­er ethnischer Einfluss hat sich aber auf die spälhallstättische Bevölkerung der Region nicht erstreckt. Die skythischen Gegenstände, die auf der Siedlung von Se ans Tageslicht kamen, können als Beweis für friedliche Beziehungen, als Nachlass weniger vielleicht hier lebenden Personen östlicher Herkunft bewertet werden. Die Anwesenheit dieser Personen kann von der Festung in Velem nicht unabhängig sein — sowohl die beste P arcú­iele miseres Haarringes als auch einer der im Kaipatenbecken zurzeit bekannten vier Tonstempel mit Tier­muster stammen aus St. Vid — und vielleicht auch nicht vom wichtigen Handelsweg der in der Nähe vom Norden nach Süden führenden Bernsteinstraße. Außer dem langsamer ändernden Formenschatz der Hauskeramik und der Störung des Fundortes erschwe­ren auch chronologische Unsicherheiten die genaue Datierung des Siedlungsmaterials von Se. Die westeu­ropäischen späthallstättischen Horizonte mit Fibeln und andere Leitfunden können bei der chronologischen Einordnung der transdanubischen Fundmaterialien kaum verwendet werden. Innerhalb der allgemein — meistens nach dem Scliwerpunkt des gegebenen Themas abwechselnd — benutzten Begriffe Ha D2-3 und Ha D3/LT A Perioden kann die chronologische Lage der Fundzusammenhänge und der einzelnen Funde nur ungefähr bestimmt werden. Die erwogene Deutung und Berücksichtigung der Daten ermöglichen durchaus vorsichtige Folgerungen zu ziehen. Das Fehlen der Supcrpositionen und die technisch sowie formell vollkommene Einheitlichkeit des Keramikmaterials unterstützen die Datierung zwischen relativ engeren 'Aeitgrenzen. Gleichzeitig lassen sich aus der Zuschüttung der zerstörten Häuser mit Müll und aus den Erneuerungen des Ofens im 114. Objekt mehrere Perioden ziehen. Der große Anteil von dickbäuchigen Gefäßen mit gerade abgeschnittenem Rand und Fingerdrucklinien, die vom Inneren ausgedruckte Wulstverzierung die Schöpfgefäße mit ansa cornuata, die Kleinbogenfibel als Leitfunden der Späthallstattzeit sind alle die Besonderheiten der Ha D2—3 Periode — die für die IIa Dl­Periode noch charakteristischen, frühhallstättischen 'Traditionen sind auf den Gefäßen nicht mehr zu beobachten. Gewisse Eigenartigkeiten des Siedlungsmaterials von Se deuten gleichzeitig sogar innerhalb der zzueiten Hälfte der Späthallstattzeil spätere Datierung an. So sind die eingeglattete (mit Kies eingezogene] Verzierung und der auch in der LT A-Periode häufige Gefäßtyp mit vorspringenden Schultern für die Endphase der Hallstattzeit typisch. Auffallende Erscheinung ist, dass es im Vergleich mit den auf Ha D2 datierbaren Fundmaterialien — Csönge, Pilismarót, Szered usw. — wenige Schüssel mit Grafitstreifen­Verzierung gibt, dagegen findet man in großem Za/il Fragmente mit Grafitkörnchen gemagert, in kleinerer Zahl grafitbezogene oder grafithaltige Fragmente. Mit besonderer Rücksicht auf die neben den späthall­stättischen 'Typen hervorgekommenen LT A2-zeitlichen Funde können wir mit voller Gewissheit behaupten, dass das zur 'Zeit bekannte Fundmatcrial der Siedlung in Sc auf die Endphase der Ha D-Peri­ode, die zweite Hälfte der Ha D2—3 Periode, auf die Ha D3/LTA- Zeit datiert werden kann. Der Anfang des LT A- Horizonts im Karpatenbecken kann mit Rücksicht auf die westlichen dendrochro­nologischen Daten nicht früher als im letzten Viertel des 5. Jahrhunderts gewesen sein, '/„war gibt es solche Meinungen, nach denen mit dem Ende der westlichen Hallstatt-Kultur um 500 v. u. Z. gerechnet werden müsste (GERSBACH 1996; PAPE 2000; FRIEDRICH und HENNIG 1995), trotzdem besteht eine größere Wahrscheinlichkeit, dass der Anfang der L'T AI-Periode in Deutschland ungefähr auf 450 datiert werden kann. Die in dem späthallstätlische Milieu des Ostalpenraumes erschienenen ersten keltischen Funde sind offensichtlich auf einen späteren Zeitpunkt zu datieren. Das Datum des Zerstörungshorizonts der Smolenice-Molpir Festung (und weiterer osthallstättischer Befestigungen) um 600 (PARZINGER und STEGMANN-PVAJTÁR 1988) berücksichtigt, kann die Periode Ha D2—3 im Großen und Ganzen (!) auf die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts und auf das 5. Jahrhundert datiert werden. Da das von uns behan­delte Fundmaterial innerhalb dieser Periode eher eine spätere Formen- und Geschmackswell repräsentiert, beziehungsweise in einer gewissen Periode des späthallstättischen Fundmaterials auch frühkeltische Elemente auftauchen, kann die früheisenzeitliche Siedlung von Sé lieber auf das 5. Jahrhundert datiert werden, hinzugefügt, class das Leben auf der Siedlung schon am Ende des 6. Jahrhunderts beginnen konnte. Nicht eindeutig unterstützen die in Sé hervorgekommenen skythischen Gegenstände die obigen chronologis­162

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