Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)

I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien

vorangehendes Stückes gleich. Die Vorder- und Rückseite sind flach bearbeitet. L: des kleinen Kreisbogens: 39 mm, Br: 1,1 mm, und gleicht dem vor­angehenden ähnlichen Teil des vorangehenden Stückes. Typ XVI. 5.13. Fo.: Brigetio (Inv.-Nr.: 1516.). Ein den vorangehenden gleich aus­geführtes Stück und dennoch ein Einzelstück in unserem Material, da die Buchstaben VTERE FELIX im äußeren Kreisring eingeschnitten sind. 162 Am Exemplar aus Brigetio wurde die Inschrift so angebracht, daß sich die Worte VTERE an der rechten, und FELIX an der linken Seite des Stückes befinden, wenn die Anschläge nach oben stehen. Auf dem unteren Teil, zwischen den beiden Kreisringen, wo sich wahr­scheinlich der Dorn befunden hat, gibt es eine ziemlich große (ca. 30 mm lange) Stelle, wo sich der Dorn frei bewegen konnte. Es fragt sich, wo das Stück an der Bekleidung angebracht war, ob man es der Lesbarkeit der Inschrift halber so gedreht hat, daß die Anschläge nach oben gestanden sind (wie auch beim Stück auf Taf. 5.11-13. zu sehen ist), oder ob es verdreht wurde, so daß WortUTERE nach oben und das Wort FELIX nach unten gedreht waren. Die kürzeren oder längeren Inschriften oder einzelne Buchstaben auf den Schmuckgegenständen waren in der Kaiserzeit in Pannonién selbst bei den Stücken mit Durch­bruchtechnik sehr häufig anzutreffen. 163 Ein üblicher Glückwunsch („Trage es mit Glück") kommt besonders bei den jüngeren Fibeln in großer Anzahl vor 164 . Zeitgemäß läßt sich das Exemplar von Brigetio vielleicht - in Ermangelung anderer Daten - zu diesen reihen: „... auf die ersten Jahre des 4. Jahrhunderts", laut E. Tóth 165 . Die Vorder- und Rückseiten des Stückes sind flach ausgearbeitet, die Buchstaben sind fein geschnitten, auch der innere Kreisring ist flach (an einer Stelle ge­borsten), die Anschläge bestehen aus kleinen Knöpfen. Das Stück ist leicht gebogen. Dm: 73-74 mm, D: 2 mm. Typ XVII. 5.14.a-b. Fo.: Brigetio (Inv.-Nr.: 1515). Das Stück stammt aus dem sog. Gerhat-Gräberfeld, in dem auch späte, auf das 3-4. Jh. setzbare Bestattungen zu finden sind. Aus meiner alten Aufnahme unter 5.14.a. ist es gut ersichtlich, daß das Stück und auch die beiden Endstücke sei­nes Eisendornes in ziemlich gutem Zustand erhalten geblieben sind. Dieses Stück zeigt auch klar, wie und wo der Dorn bei diesem Ring­fibeln von Kreisring-Typ befestigt wurde. Das Muster des Durchbru­ches ist komplizierter als das der bisherigen: es wurde aus verschieden-

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