Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)

I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien

die unteren die Augen der Tiere andeuten . Bei dem Anfang des Ansatzes befindet sich das übliche Anschlagpaar und das Vorhandensein von weiteren zwei Anschlägen ist am oberen Ende des Schlitzes zu erkennen (wie auch bei Taf. 5.7.), obwohl sie stark abgenützt sind. Wie bereits erwähnt, dürften diesen vier Anschlä­gen bei der Fixierung eine Rolle zugefallen sein. Der Dorn fehlt, obwohl bei Intercisa I. in Taf. XXV. 1. eine kleine Erhebung auf dem Ring in der Nähe des linkseitigen Anschlages wahrgenommen werden kann. Laut K. Sági sei diese der Rest des Domes (S. 97). Jetzt ist davon nichts mehr zu sehen. L: 87 mm, Dm: 58 mm, D des Ansatzes: 2,5 mm, D des Ringes: 4 mm. Der Zeitbestimmung von K. Sági nach erscheint dieser Ringfibeltyp zu Beginn des 4. Jhs, kann aber nicht älter als aus der Mitte des Jahrhun­derts sein. Um seine Behauptung zu bekräftigen, beruft er sich auf das in Brigetio, aus dem Gräberfeld Gerhat zum Vorschein gekommene Exemplar (vgl. Analogie zu Taf. 4.8. Inv.-Nr.: K. 929, Funde a-d), auf den Fund von Környe (vgl. Taf. 1.4.), der mit Münzen des Constantinus II. (337-361) und Iulianus Apostata (331-363) zum Vorschein gekom­men ist, sowie auf den Fund von Gerulata Rusovce-Oroszvár (Taf. 3.13.), den die Münze von Probus (267-282) datiert. Schließlich erwähnt К Sági die von Behrens beschriebenen germanischen Analo­gien (Intercisa I. S. 98f). Mit den von ihm angeführten stimmt es aber nur überein, daß diese alle Ringfibeln sind, jedoch auf Grund der Ver­zierung des Ansatzes anderen Typen zugeordnet werden müssen. All dies beweist, daß sich die breite Skala der Ringfibeln in das 3-4. Jh. setzen läßt, und, auch wenn ihr Muster mit den früheren Exemplaren mit Durchbruchtechnik eine Verwandtschaft zeigt, reicht der Gebrauch dieser Ringfibeltypen auch in das 4. Jh. hinüber. - Fo. : Siscia. Hier wird ein etwas gestrecktes, mit ovalem Ring gefertig­tes Exemplar von völlig gleichem Muster und Umfang erwähnt 157 . Sie dürften in einer und derselben Werkstatt erzeugt worden sein. Bei die­sem Typ können auch die vier Anschläge auf dem Stück erkannt wer­den. L: ca. 87 mm, Dm: ca. 58 mm. - Fo. : Potz-Neusiedl (Österreich, Burgenland, Landesmuseum Eisen­stadt, Inv.-Nr.: 8297) 158 . Ein Fragment mit einen Teil des Ansatz­musters. Das durchbrochene Muster ist auch seinen Proportionen nach gleicht völlig den zwei vorangehenden Stücken und ist mit vier Anschlä­gen versehen. Das Maß des Fragments stimmt völlig mit den entspre­chenden Teilen der vorangehende beiden Stücke überein. - A Barb erwähnt (Inv.-Nr.: 9734) eine Ringfibel aus einem spätrömi-

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