Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)

I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien

Typ XIV. 5.7. Karte 4. Fo.: Pokpvio (Mus. Ptuj) (Inv.-Nr.: 1789) 153 . Exemplar mit fragmentischem Ring, Die Verzierung des Ansatzes hängt - wie be­reits erwähnt - in vollem Maße mit den Stücken zusammen, welche mit Durchbruchtechnik erzeugt worden sin. Hier kommt das Muster nicht selbständig vor, sondern als Ansatzverzierung der Ringfibel, in sekun­därer Anwendung. Das Muster ist etwas fragmentarisch, es können an ihm aber zumindest drei Peltaelemente auseinandergehalten werden: an beiden Seiten und bei dem oberen Abschluß. Beachtenswert ist, daß dieser Typ (und auch die Variante Taf. 5.8.) mit vier würfelförmigen Anschlägen erzeugt wurden: zwei befinden sich an der üblichen Stelle am Anfang des Absatzes, die anderen beiden hingegen oben, bei dem inneren Endstück des Ansatzes. Sie hatten wahrscheinlich bei der Fixie­rung eine Rolle. Fragm. L: ca. 75 mm, Dm: 52 mm. - Fo. : In Poetivio (Mus. Ptuj) ist ein kleines Fragment mit durchbroche­nem Muster zum Vorschein gekommen, 154 das aller Wahrscheinlich­keit nach zu einer mit ähnlichem Ansatz gefertigten Ringfibel gehört hat. Das leicht geschweifte, flach bearbeitete Fragment ist aus dreiecki­gen Pelten zusammengesetzt. Maße: 25x20 mm, D: 2 mm. Typ XlV/a. 5.8-10. Karte 4. Fo. : Intercisa (UngNatMus Inv.-Nr. : 3/1950,160) Der Fund wurde während der Ausgrabung von К Sági 1949 auf dem sog. Öreghegy in einem O-W orientierten Grab Nr. 79 geborgen. Im Wein­garten der katholischen Kirche (richtige Prz. 2058 nach der Feststellung von Zs. Visy; siehe Karte 6 Nr. 11) wurde das gestörte Skelett eines Man­nes in einer Tiefe von 45 cm gefunden. Die Ringfibel lag in der Hüften­gegend des Skeletts. 155 Die Ringfibel (Taf. 5.8.) ist eines der wichtigsten Stücke des pannoni­schen Materials: nicht nur, weil es aus einem authentisierten Grab zum Vorschein gekommen ist, sondern weil auch die Verzierung seines Ansatzes am reichsten ausgeführt wurde. Der Ansatz des großen, mas­siv ausgearbeiteten, zwar in ziemlich schlechtem Zustand erhalten ge­bliebenen Exemplars ist von einer durchbrochenen Dreieckform, mit an zwei Seiten ziemlich erkennbaren, stilisierten Tierkopfendungen (die linke Seite ist starker abgenutzt). Am oberen Teil des Ansatzes wur­den vier kleine, halbkreisförmige Durchbrüche appliziert. Das ganze Muster wurde so komponiert, daß sich die obigen vier Durchbrüche an beiden Seiten in weiteren, je zwei kreisförmigen Ausschnitten fort­setzen; diese letzteren sind in die stilisierten Tierköpfe eingehaut, so daß

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