Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)
I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien
Der Ansatz des Stückes ist verhältnismäßig länger als der der an deren. Die Anschläge sind würfelförmig. L: 79 mm, Dm: 59 mm, D des Ansatzes: 3 mm, D des Ringes: 5 mm. - Fo.: Vielleicht aus der Umgebung von Siscia mit einem ähnlichem Ansatz. Der Unterschied besteht darin, daß die durchbrochenen Pelten in schiefem Winkel angebracht sind. Der obere Teil des Ansatzes ist mit kleineren Einkerbungen verziert. L: ca. 70 mm, Dm: ca. 55 mm. - Fo. : Poetovio (Mus. Ptuj). Von hier ist ein ähnliches, jedoch fragmantarisches Exemplar bekannt. 140 Der Ring fehlt fast völlig, der Ansatz ähnelt dem unter Taf. 4.13. ist aber an beiden Seiten des Randes mit kleinen Ansätzen (Br.: ca. 38 mm) stark profiliert. 4.15. Fo.: Brigetio - Bélapuszta. (Inv.-Nr.: K. 176). Die Anschläge sind viereckig, der rechtsei tige Anschlag ist jedoch stark abgenützt. Der Ansatz dieses großen, massiven Stückes schließt sich schon gänzlich den Exemplaren mit durchbrochener Technik an: sein Muster ist viereckig durchbrochen, an beiden Seiten wird es aus je zwei Pelten, oben hingegen aus einer Pelta gebildet, auch der Außenrand ist mit geringer Plastizität gegliedert. Diese Anordnung sehen wir bei den viereckigen oder rechteckfbrmigen, flach ausgearbeiteten, durchbrochenen Beschlägen. 141 Datierung nach Oldenstein 1976: „... man wird den Benutzungszeitraum ... im letzten Drittel des zweiten und in der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts zu suchen haben" (S. 197) Es fragt sich, in wiefern das Motiv der Ringfibeln mit Ansätzen das Weiterleben der durchbrochenen Technik bildete. L: ca. 82 mm, Dm: ca. 65 mm. 5.1.-4. Hier werden vier verschiedene Typen vorgeführt (Typ VIII-XI.). Von diesen sind zwei Typen nur durch je ein Exemplar, zwei Typen hingegen durch je 2 bzw. 3 Exemplaren vertreten, es erübrigt sich daher eine Verbreitungskarte über sie zu geben. Ihre Ansätze passen sich den Metallarbeiten mit durchbrochener Technik noch mehr an, als bei den bisherigen. Sie sind alle groß: ihr Durchmesser liegt zwischen 58-71 mm. Ihre Herstellung möchte ich - obwohl zwei Typen auch unter den jüngeren vorkommen - auf Grund ihrer Verzierung eher in das 3. Jh. setzen. Typ VIII. 5.1. Fo.: Intercisa (UngNatMus Inv.-Nr.: 27/190, 8). Nach der Datierung von M. Alföldi stammt auch dieses Stück aus dem 3-4. Jh. 142 Das ist die größte Fibel unseres Materials, von massiver Ausführung, in