Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)

I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien

Taf. I. Vorausgesetzte Tragweise der Ringfi­bel mit Ansatz I. Tragweise: als Fibel 1. Erste Etappe: Textil (oder Leder) einggeschnürt, Dorn im Ansatz (Vorderseite) 2. Zweite Etappe: Dorn bis nach dem Anschlag geschoben, wodurch die Ringfibel fixiert ist (Vorderseite) 3. Zweite Etappe: Derselbe Stand (Rückseite) II. Tragweise: als Gürtelschnalle 4. Erste Etappe: Zwei Gürtelend­stücke aus Textüie (oder Leder) von entgegengesetzter Richtung eingeschnürt, Dorn im Ansatz (Vorderseite) 5. Zweite Etappe: Dorn - bis nach dem Anschlag geschoben - fixiert beide Gürtelendstücke von zwei Richtungen (Vorderseite) III. Tragweise: entweder als Fibel oder als Gürtelschnalle 6. Die Textüie (oder das Leder) wird so fixiert, daß der Dorn diese durchsticht, wonach er bis nach dem Anschlag geschoben wird. Ansatz quer gestellt. (Vorderseite) - Fo.: Maribor (Inv.-Nr.: 3075). 109 Ein völlig gleiches Exemplar. Der Ring ist ringsum mit Einkerbungen verziert. L: ca. 50 mm, Dm: ca. 40 mm. - Fo.: Poetovio (Inv.-Nr.: 599). no Von hier wird ein ähnliches Exem­plar mitgeteilt, jedoch ist sein Ansatz stärker profiliert. L: ca. 60 mm, Dm: ca. 46 mm. 3.5. Fo.: Savaria (Inv.-Nr.: 54.756, 2.). Vom heutigen Sportplatz des Sportvereins Haladás SE. (Siehe Anm. 91.) Karte 5. Nr. 1. Das Stück wurde einer Röntgenemissionsuntersuchung unterzogen. Ein ähnli­ches Exemplar, wie die vorangegangenen, nur mit dem Unterschied, daß es keine Einkerbungen zeigt. L: 54 mm, Dm: 41 mm, D: 2 mm. - Ein dem Exemplar der Taf. 3.4-5. gleiches Stück ist aus dem Grabfeld II. von Gerulata Rusovce (Oroszvár, Tschechoslowakei) zum Vorschein gekommen, das auf den Beginn des 3. Jhs. datiert werden kann. L: 60 mm, Dm: 50 mm. 111 - Fo.: unbekannt (Inv.-Nr.: 61.13.52.). Ein gleiches Exemplar, wie die vorangegangenen, in ziemlich abgenutztem Zustand. Der Ringkörper ist rechts leicht deformiert, auch der rechte Anschlag hat sich etwas nach oben verschoben. Der Ansatz zeigt keinerlei Verzierungen. L: 53 mm, Dm: 39,5 mm, D des Ansatzes und des Ringes: 3 mm. 3.6. Fo.: Intercisa (Inv.-Nr.: 67.2.288/1-17.). Das Stückist aus demZie­gelgrab Nr. 743 des sog. Großen Gräberfeldes bei der Ausgrabung von E. B. Vágó zum Vorschein gekommen. (Siehe Karte 6. Nr. 6.) Der Fund­komplex und auch die Münzen geben eindeutig eine spätere Zeit be­stimmung an. 112 Unter Inv.-Nr.: 17. befindet sich die Beschreibung der Ringfibel Taf. 3.6. Dieses mittelgroße, unverzierte Exemplar ähnelt den vorangegangenen. Die beiden Seiten des Ansatzes beigen leicht nach außen, das obere Ende ist kreisförmig. Die kleinen Anschläge sind abge­nützt, der linke Anschlag ist etwas höher. L: 51 mm, Dm: 41 mm, D des Ansatzes: 2 mm, D des Ringes: 2,5 mm. Ein ähnliches Exemplar stammt aus Lauriacum in Noricum (Enns, Österreich) 113 . 3.7. Fo. : Wahrscheinlich Nagyberki-Szalacska. Das Stück wurde einer Röntgenemissionsuntersuchung unterzogen. Das ziemlich kleine Exemplar weicht insofern von den vorangegangenen ab, daß sein Ansatz waagerecht doppelt profiliert ist, aus hervorstehenden, starken Linien besteht und mit kleinen Einkerbungen verziert ist. Die übrigen Teile des Ansatzes sind flach ausgearbeitet. Am obersten Teil des An­satzes befindet sich ein kleines Viereck (zerbrochen?). L: 55,5 mm, Dm: 40 mm, D: 3,5 mm. 66

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