Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)
L. Költő–M. Varga: Analyse römischer Ringfibeln
SAVARIA 19/1 1990 LÁSZLÓ KÖLTŐ-MIKLÓS KIS VARGA ANALYSE RÖMISCHER RINGFIBELN Es wurden aus der römerzeitlichen Sammlung des Savaria-Museums (Szombathely) 10 bronzene Ringfibeln im Kernforschungsinstitut der UAWzu Debrecen einer energiedispersiven Röntgenemissionsanalyse unterzogen. Zu gleicher Zeit haben wir auch aus der Sammlung des Rippl-Rónai-Museums (Kaposvár) die Zusammensetzung von zwei Ringfibeln sowie einer gegossenen Schnalle und eines gegossenen Riemenverteilers festgestellt. Die Messungen wurden mit dem im Kernforschungsinstitut entwickelten Detektorinstrument Si/Li in einer solchen Messungsgeometrie durchgeführt, wo die durch das in Ringform unterbrachte Isotop J— 125 erzeugte Strahlung mit Hilfe eines Titan-Kollimators von einer Räche von etwa 0,7 mm Durchmesser der zu analysierenden Probe eine Information geliefert hat. Die Zeit der Analyse betrug 500 sec. Die Messungsmethode ist zerstörungsfrei, die Zusammensetzung wurde an der mit Kornstreuung der Gegenstände metallrein gesäuberten Rückseite bestimmt. 1 Es wurde das möglichst vollständige Elementenspektrum untersucht, aus dem als Bestandselemente der Gußstücke Fe, Cu, Zn, Pb. Ag und Sn bestimmt werden konnten. Den Hauptteil der Untersuchung haben die vom einstigen Tennisplatz der MÁV (heute: Haladás SE) zu Szombathely eingeholten Funde gebildet. Die Analysierungsdaten enthält Tab. 1. Vergleicht man die Daten der Tabelle, so fällt einem schon bei dem ersten Hinblick die Zusammensetzung der aus näher nicht bestimmter Fundstelle, jedoch aus Szombathely stammenden, und als Fehlguß geltenden Fibel auf (Tab. 1., 9., Taf. 1 la-b). Unter den übrigen Stücken, die wir als vergleichendes Material untersucht haben, haben wir kein Gußstück mit so niedrigem Kupfergehalt bzw. so großem Bleigehalt gefunden. Vor dieser Arbeit haben wir auch die Bestimmung der Zusammensetzung von 54 römischen Münzen bzw. sonstigen Kleinbronzen durchgeführt, um sie mit den awarenzeitlichen Bronzen vergleichen zu können. Auch unter diesen haben wir kein einziges Stück mit so hohem Bleigehalt gefunden, und der Kupfergehalt war nur bei einem einzigen römerzeitlichen, durchbrochenen Bronzedekor, das aus dem awarenzeitlichen Gräberfeld von Győr-