Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 7-8. (1973-1974) (Szombathely, 1979)

beobachten ist. Die kräftige Entwicklung des Frühholzes ist wieder die Folge des Nieder­schlagsmaximums des Dezembers des Vorjahres. 1921 finden wir wieder ein Wachstumsmini­mum vor, uzw. wegen der geringen Niederschläge und der verhältnismässig hohen Temperatur. Im Spätholz meldet sich noch dreimal, in den Jahren 1934, 1940 und 1964 ein kräftiges Wachstum, wofür die Voraussetzungen die ergiebigen Niederschläge und die optimalen Licht­und Wärmebedingungen sind. Das Jahr 1934 fällt, mit einer Verspätung von einem Jahr, mit einem Sonnenfleckminimum zusammen. Die Maxima 1934 und 1940 melden sich auch im Früh­holz; und das Auftreten besonders des früheren soll durch das Niederschlagsminimum des No­vembers des Vorjahres sowie durch den trockenen, warmen und lichtreichen Frühling begründet werden, während die Frühholzzone von 1964 wegen des trockenen und kühlen Wetters unter dem vieljährigen Durchschnitt geblieben ist. Im nachfolgenden Zeitabschnitt haben wir Minima in den Jahren 1937, 1947, 1958 und 1968 gemessen, die mit den Wolfschen Maximen genau oder mit einer Abweichung von ± 1 Jahr zusammenfallen. In unseren Fällen ist in der Früh- und auch in der Spätholzzone ein Wachstumsminimum zu beobachten, was die Folge der starken Dürre in der Vegetationsperiode ist. Die Kurven des Gesamtholzes und des Holzwertes mit den Klimakurven vergleichend ist es festzustellen, dass die Entsprechung beispielsweise zu den Klimakurven von Budapest nur in ge­wissen Abschnitten besteht, während sie anderswo denen von Szombathely näher steht. Das könnte daher stammen, dass im Bükkgebirge bei stärkerem kontinentalem Einfluss die Momente der Kurven von Budapest, bei Vorherrschaft atlantischer Einwirkungen die der Kurven von Szombathely die bessere Grundlage zum Vergleich bieten. Das könnte damit erklärt werden, dass das Klima von Répáshuta kühler und auch niederschlagsreicher ist als das von Budapest ; dass aber es mit dem von Szombathely nicht genauer übereinstimmt, kommt daher, dass das Klima des Bükkgebirges den kontinentalen Einflüssen stärker und häufiger ausgesetzt ist. Die Rolle der atlantischen Einflüsse ist aufgrund westeuropäischer Forschungsergebnisse beweisbar ; es ist nämlich festgestellt worden, dass gewisse Nadelbäume und z. B. die Buchen auf die Nieder­schläge des Vorjahres empfindlich reagieren. Diese Einflüsse haben wir nun bei den Jahren 1894 und 1907 auch beobachtet, u. a., indem die Niederschläge des Endes des Vorjahres die Ausbil­dung des Frühholzes beträchtlich beeinflussen. Diagramm XIII. stellt die Gesamtholzkurve der Grossen kalifornischen Tanne des Arbore­tums von Kämon dar. Bei diesem Baum sind weder die Messwerte des Früh-, noch die des Spät­holzes angegeben worden, da es die Erhaltung der Holzprobe nicht ermöglichte, die Schnittflä­che so abzuschleifen, dass auch diese feineren Einzelheiten eindeutig zur Sicht kommen. So konnten wir nur die Gesamtbreite des Jahrringes messen. Dass wir die Probe dennoch für unsere Untersuchungen geeignet gefunden haben, kommt davon, dass an ihr der in der Einführung her­vorgehobene Einfluss seitens der Kultur, die Einwirkungen seitens der menschlichen Umwelt sehr gut zu beobachten sind. Die Grossen Küsten- oder kalifornischen Tanne (Abies grandis Lindl.) ist eine Baumart des pazifischen Küstengebietes von Nordamerika. Sie bevorzugt die dunstige, feuchte Umgebung und ist sehr lichtbedürftig. Diese Bedürfnisse sind auch an unserer Kurve schön sichtbar, die auf den ersten Blick nicht zuviel verspricht ; bei genauerem Zusehen leuchtet es aber gleich hervor, dass unser Baum auf die klimatischen Einflüsse sehr intensiv reagierte und auch die Einwirkun­gen der menschlichen Kultur in optimalem Masse ausnützte. Nach einer schwunghaften Anfangsentwicklung ist 1906 eine plötzliche Stockung an der Breite des Jahrringes zu beobachten, was als das Ergebnis eines lichtarmen, niederschlagsreichen Sommers zustande gekommen ist. Im Jahre 1909 ist das Dickenwachstum wieder mittelmässig, was sich bis 1913 auf das doppelte steigert. Dieses Maximum fällt mit einem Wolfschen Mini­mum zusammen und ist die Folge der beträchtlichen Lichtmenge im Frühling und im frühen Sommer und der ergiebigen Niederschläge im Spätsommer. Im Jahre 1917 folgt eine plötzliche 36

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