Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 5-6. (1971-1972) (Szombathely, 1975)

Természettudomány - †Andreánszky Gábor: A partmenti növénytársulások változása a hazai harmadidőszak folyamán

ZUSAMMENFASSUNG Unsere Tabelle bietet uns einen Überblick über die besprochenen Fun­dorte, deren Alter, sowie die Artzugehörigkeit der von den einzelnen Fundor­ten bekannt gewordenen Pflanzen. Aufgrund der die Floras ausmachenden Arten sind wir in der Lage, un­sere Fundorte in eine chronoligische Reihenfolge ordnen zu können. Das älteste von ihnen ist das Material von Répoevis, das aufgrund der Quercus pontica-miocenica KUBAT noch ins Untere Pannon einzuordnen ist. Auf die Hierhergehörigkeit weisen auch seine stratigraphiischen und gesteinskund­liehen Analogien mit den Aufschliessungen der Ziegelfabrik Sopron, Balfi­strasse. Aufgrund von alldem repräsentieren die Funde von Répcevis die obere Schicht des Unteren Pannons. In der zeilmässigen Reichenfolge kommt der Fundort von Teskánd, der auch in seinem spärlichen, bzw. lückenhaft eingesammelten Pflanzen­material mehrere solche Florenelemente führt, die auch für die früheren Flo­ras (Sarmaticum, Unteres Pannon) charakteristisch waren. Das sind vorerst Juglans acuminata AL. BR., Betula prisca ETT., weiterhin Liquidambar europae­um Ah. BR., Platanus platanifolia (ETT.) KNOBL. und Acer tricuspidatum (AL. BR.) KVACEK, die auf eine bedeutende Verwandtschaft aus dem Fer­nen Osten und Westen (Nordamerika) verweisen. Unser Standpunkt, unsere Funde dessenungeachtet schon ins Obere Pannon zu datieren, basiert hauptsäch­lich auf straitigraphischen Vorstellungen. Es kann aber vorkommen, dass es not­wendig sein wird, sie mit Hilfe neuerer Funde eventuell früher anzusetzen. Der artreichste unter den beschriebenen Fundorten ist Se II. mit seiner Flora. Aufgrund des Verwandtschaftskreises ihrer Arten verrät auch sie kon­krete Züge des Pannons. Die eingebetteten Sandschichten gehören in die kon­tinental- (trockengrund-) bzw. Fluvialfazies des Endes des Oberen Pannons (quergestreifter Flussand, 'in seiner oberen Schicht mit einige cm dicken lehmigen, sandsteinführenden auf Flauwasser verweisenden Streifen, darin die Blattabdrücke der Pflanzen). Diese Schichten gehören nach einigen Be­arbeitern schon ins Obere Pliozän, mit der Begründung, im Oberen Pannon gäbe es keine Flussablagerungen, sondern ausschleisslich nur solche von Bin­nengewässern. Das ist eine äusserst einseitige und fehlerhafte Anname, mit deren Hilfe das wirkliche Aussehen nie umrissen werden kann. Es ist richtig, dass der Biennensee für das Pannon als Periode eigen ist, örtlich gesehen gab es aber damals nicht nur Binnenseen, sondern auch deren Ufer, litorale Re­gionen, Inseln, Halbinseln, Lagunen; es mündeten darin ständige und tempo­räre Flüsse und Bäche; in seinen Gewässern und in deren Umgebung lebten und entwickelten sich Lebewesen unter den verschiedensten ökologischen und zönologischen Verhältnissen weiter, und dazwischen befand sich die leblose Umgebung auch in ständiges^ Wechsel. Von alldem ist darauf zu folgern, dass auch das Obere Pannon keineswegs eindeutig durchwegs Binnenseeab­lagerungen bedeutet. Sie repräsentieren bloss eine Fazies des Oberen Pannons. Daneben entstanden an gewissen Stellen, unter kontinentalen Verhältnissen ebenso — besonders fluviale — Ablagerungen. Es geriet aber auch der Bin­nensee ins stadium maturum (die Oszillationsperiode des F. Bartha), als der früher einheitliche Wasserspiegel verseichtete, sich auf immer kleinere Teich­teile zerbröckelte und später durch die Wasserläufe immer stärker aufge­schüttet wurde. Dafür gebraucht Béla Bulla die Benennung fluviolacustrisches 55

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