Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 5-6. (1971-1972) (Szombathely, 1975)
Természettudomány - †Andreánszky Gábor: A partmenti növénytársulások változása a hazai harmadidőszak folyamán
Wassersystem ,das auch meiner Auffassung nach eine hervorragende Rolle in der Ausbildung der quergestreiften fluvialen Sandschichten der Endphase des Oberen Pannons spielte. Wie es auch die am Fusse des Hügels von Se vorgekommenen Pflanzenüberreste beweisen, ist dieser Prozess auch ein unweglassbarer Bestandteil des Zyklus der Ereignisse im Pannon. Unsere Pflanzenüberreste stammen aus derjenigen oberen Schicht des Oberen Pannons, als in unserem Gebiet eine kräftigere Erwärmung und im Zusammenhang damit eine immer stärker werdende Trockenheit vorherrschend zu sein beginnt, die letztlich in der Produktion der das Obere Pannon vom Oberen Pliozän trennenden „sterilen" Sandschichten kulminiert. (Rónai, A. 1972.). Im grossen und ganzen ist auch der aus der Sandgrube von Szombathely stammende Magnoliafund in diese Schicht einzuordnen. Auf die „sterilen" Sandschichten des Oberen Pliozäns folgt der Komplex der sogenannten „bunten Lehme". Diese Schichten sprechen — im Gegensatz zum unter trockenem, warmem Klima entstanden „sterilen" Flussand — schon für kühle und niederschlangsreiche klimatische Verhältnisse. Ihre Ablagerungen sind sandige, lehmige, schlammige, stellenweise lignitführende, torfgestrichelte Bildungen, die in der Regel gemischt sind und hie und da auch Boden- (Humus-) Streifen enthalten. Unsere Blattüberreste sind vorerst den lehmigen Ablagerungen zu danken, die in der Regel in verlassenen Flussadern, in Weihern abgelagert sind. Die „bunten Lehme" bilden die abschliessende Schiohtenfolge des Pliozäns, in deren Hangendem schon überall pleistozäne Ablagerungen (in unserem Gebiet besonders Kiesel) liegen. Der älteste unter den beschriebenen Fundorten scheint der von Tömörd zu sein, der noch Astbruchstücke von Glyptostrobus europaeus (BRONG.) UNG. in Menge enthält. Solche Überreste kommen an unseren übrigen genannten Fundorten nicht mehr vor. In unserem Gebiet bildete sie in der unterene Schicht des Oberen Pannons, in den Uferlagunen der Binnenseen, ausgedehnte Sumpfwälder, woran uns die stellenweise bis zu 9 m Dicke erreichende Lignitlager, sowie unter anderem die Blattabdrücke der Lehmgrube in Dozmat erinnern (deren Material wir in einer späteren Abhangdlung zu (bearbeiten beabsichtigen.) Gewisse Arten dieses Sumpfwaldes haben sich bis zum Ende des Oberen Pliozäns gehalten. Eine solche Stelle ist vom Fundort von Tömörd, eine andere vom genauso später zu behandelnden Fundort Se IL bekannt geworden. Das Material von Tömörd repräsentiert die untere, alle übrigen besprochenen Fundorte die obere Schicht des Oberen Pliozäns. In letzteren werden die Weiden schon beinahe alleinherrschend, die für ein breite ziemlich kühles, niederschlagsreiches Klima zeugen. Ich möchte hier erwähnen, dass wir von den Floraelementen des Unteren und Oberen Pannons unter den Makrofossilien /des Oberen Pliozäns nur Sumpf ökotypen (Glyptostrobusi, Myrioa, Osmunda usw.) finden. Diese sind in den durch den hoher Feuchtigkeitsgehalt der Luft temperierten und durch die vielfach nach Süden schauenden Hänge zu gewissem Grade mikroklimatisch aufgewärmten Zufluchtsorten. Refugien erhalten geblieben. Eben daher ist es sehr schwer vorstellbar, wonach die in den ins Obere Pliozän eingeordneten Schichten der Grossen Ungarischen Tiefebene in der Form von Pollens bewiesenen Überreste Ginkgo, Cédrus, Zelkova, Engelhardtia usw. wirklich in der genannten Schicht des Oberen Pliozäns gelebt hätten. Diese kamen 56