Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 4. (1966-1970) (Szombathely, 1973)
Évi jelentés a Vas megyei múzeumok 1965., 1966–1970. évi munkájáról - Savaria Múzeum, Szombathely - Bárdosi János: A Néprajzi Osztály jelentése
entsprechend — Gebäudeensembles, komplexe Wiirtsohaftshöfe zusammenstellten, um die bäuerliche Lebensform des 18. und 19. Jahrhunderts, ja in gewissem Sinne sogar die mit der Differenziertheit der Klassenstruktur verbundenen Vermögensunterschiede vollkommen zu veranschaulichen, indem wir Höfe des armen Bauerntums, der Mittelbauernsehaft, des bäuerlichen Bürgertums und des Kleinadels einrichteten. Natürlich sind auch die in unserem Koimiitat lebenden kroatischen, deutschen und wendischen (slowenischen) Volksgruppen durch je einen Gebäudekomplex vertreten. In den Wirtsohaftshöfen wurde auch ein Teil der Scheunen, sowie sonstige gebäudeartige Zubehöre, verschiedene Bruniientypen, Bienenstände, Ställe, Getreidellager, Taubenschläge usw. untergebracht. Im Programmprojekt wurde auf die grosse Mannigfaltigkeit der Scheunen in Vas besonders aufmerksam gemacht, einige derselben sind im 18. Jh. entstanden. Sämtliche Variationen der im Lande bekannten Scheunenarten sind in unserem Gebiet vertreten, von den einfachsten bis zu den meist entwickelten. Ein Teil derselben wird — wie bereits erwähnt — in der Wohnsiedlung, in der Einheit des Wirtsohaftshoifes untergebracht. „Die Zahl der Variationen ist jedoch viel höher als die Zahl der Bauernhöfe, daher enthält .... das Projekt auch einen abgesonderten umzäunten Teil von der etwaigen Grösse eines Bauernhofes, in dem die wichtigsten — auf den Bauernhöfen nicht vorgeführten — Seheunenityipen in ihrer Entwicklung gezeigt werden. Die einzelnen Varianten sind für die Entwicklung der Gebäude von so grosser Bedeutung, dass diese nicht besonders viel Platz branspruchende Lösung von wisscnschafüliichen Gesichtspunkt aus gesehen als begründet erscheint. Wir sind der Überzeugung, dass dieser Teil des Dorfmuseuims eine so spezielle Eigenart der ganzen Sammlung darstellt, die von anderen Ausstellungen, wenigstens im Hinblick deir Scheunen, nicht geboten (werden kann, da es in ganz Europa keine Lands chalftseinheit gibt, wo eine ähnliche Mannigfaltigkeit der frühesten Scheunenentwicklung vorhanden wären als gerade hier." (Prograimmprojekt S. 25-26.) Auch die Sammlung der künstlerisch angefertigten, geschnitzten und bemalten Hausgiebel genügt speziellen Anforderungen, welche von den Häusern gesondert gezeigt werden, um den ästhetischen Sinn der Besucher zu entwickeln und die Werte der Volkskunst zu retten und zu ehren. Im Interesse der Wahrung der wissenschaftlichen Grundlagen sind bei der Planung die Gesichtspunkte der Geschichte, Architektur, Ethnographie, Agrargeschichte und des Denkmalsschutzes gleicherweise berücksichtigt worden, damit das zu errichtende Museum „die Zustände der letzten 150 Jahre der Epoche der Leibeigenschaft" möglichst in dialektischem Zusammenhang vorführt. Es war eines unserer betontesten Zielsetzungen, dass die eingelieferten Gebäude die Volksbaukunst des ganzen Komi Bats repräsentieren sollen, daher waren wir bei der Auswahl bestrebt, dass im Museuimsdorf alle charakteristischen Gebäudetypen — seien es Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude oder Objekte anderen Typs — vertreten werden. Wir sorgten auch dafür, dass „ . . . die Grundrissgliederung, die Anordnung des Eingangs, die Facadenartcn, die Zimmer- und Küchenfeuerungen, Beumateriailien und Bautechnik, verschiedene Dachdeckungsweisen, die verschiedenen Formen der Wirtschaftsgebäude in jeder wichtigeren Variation, vertreten sind . . . damit jedes Moment des Entwicklungsganges <voir Augen geführt wird, Das Vorführen der Varianten ist auch hinsichtlich der Anordnung der Grundstücke wesentlich. Daher ... mussten die Bauernhöfe der Gebiete mit weniger dichteren Siedlungen von 535