Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 4. (1966-1970) (Szombathely, 1973)
Évi jelentés a Vas megyei múzeumok 1965., 1966–1970. évi munkájáról - Savaria Múzeum, Szombathely - Bárdosi János: A Néprajzi Osztály jelentése
durch die Árpád út in zwei Teile geteilt wird — hat uns das Exekutivkomitee des Rates der Stadt Szombathely für die erste Bauetappe noch im Jahre 1966 nahezu 4. Kat. Joch zur Verfügung gestellt, leider wurde uns das Reserveterrain von etwa 6 Kat. Joch für die zweite Bauetappe auch noch bis Ende der Berichtsperiode nicht übergeben. Daher enthält auch unser Programmprojekt bis 15. Januar 1967 nur das Material der ersten Bauetappe, welches das ungefähr halbkreisförmige, von Árpád út, Arany Bach und Fischteich begrenzte, ebene Terrains umfasst. Parallel mit den Enteignungsarbeiten dieses Gebietes haben wir dem Programmprojeltt entsprechend bereits im Jahre 1966 die einzuliefernden Gebäude vom Gebiet unseres Komitats ausgewählt. Das Programmprojekt des zu errichtenden Museums wurde von Jenő Barabás, János Bárdosti und János Tóth auf Grund gründlicher, sämtliche Details berücksichtigender Untersuchungen an Ort und Stelle zusammengestellt. (S. „Programmprojekt des Dorfmuseums vom Komitat Vas." Manuskript. Bpest, 1967. 204 p.) Der erste Abschnitt des Programimprojekts beihandelt — als Einleitung — den Begriff und Aufgabenkreis ethnographischer Freilichtmuseen, auf Grund ausländischer Beispiele und einheimischer Initiativen. Es wurde bereits einleitend betont, dass die Lösung der Wahrung von Volksdenkmälern — indem diese aus ihrer ursprünglichen Umgebung herausgerissen und an gegebenem Ort untergebracht werden — keine prinzipiell einwandfreie Lösung bedeutet, aus praktischen Gesichtspunkten aber doch begründet ist, da die Volksdenkmäler auf dem Gebiet unseres Komitats sporadisch verteilt und in ihrer Mehrheit an versteckten, schwer zugänglichen Orten anzutreffen sind. Auf diese Weise könnten selbst im Falle ihrer Einrichtung und Inbetriebhaltung mit musealem Charakter die erwünschten Besultate auf dem Gebiete des Unterrichts bzw. der Volksbildung nicht erzielt werden. Die Umsiedlung der Gebäude in ein Zentrum hat auch den Vorteil, dass die Besucher an einem Ort unmittelbar spüren, wie abwechslungsreich, nach Landschaften und ethnisch differenziert die Volksbaukunst unserer engeren Heimat, des Komitats Vas, ist, sowie deren historische Entwicklung. Im Fälle hervorragend bedeutender Gebäude und Gebäudecnsembles schien jedoch der Schutz und die Instandhaltung an Ort und Stelle als begründet, daher wurde das Programanprojekt nach diesem zweifachen Gesichtspunkt angefertigt, also ausser den nach Szombathely zu umsiedelnden Gebäuden wurde auch der an Ort und Stelle zu bewahrenden Einzelgcbäude und Denkmalensembles gedacht. Vom Gesichtspunkt der Volksibaukunst ist das Komitat Vas vielleicht eines der abwechslungsreichsten Gebiete Ungarns. Dies erklärt sich durch die geographischen Gegebenheiten, die historiische Vergangenheit und ethnische Zusammensetzung des Komitats. In dieser Mannigfaltigkeit können die Entwicklungsstufen der Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude — hinsichtlich des Baumaterials, der Dachkonstruktion, Grundrissgliederung und der Feuerungseinrichtungen — relativ gut verfolgt werden, unsere diesbezüglichen Erfahrungen und Kenntnisse wiedergibt — iteils mach Landschaften,, teils chronologisch — der Abschnitt über die Lage und historisiche Entwicklung der Volksbaukunst unseres Komitats. Hernach wurden die wissenschaftlichen Grundprinzipien des zu errichtenden Museums festgelegt, auf deren wesentliche Gesichtspunkte wir im Folgenden noch zurückkommen werden. Ein besonderer Abschnitt behandelte die Umstände der Unterbringung des Museumsdorfes, sodann wurden die ausgewählten und zur Umsiedlung empfohlenen Gebäude ausführlich beschrieben, aus welchen wir — dem wissenschaftlichen Grundprinzip 534