Gaál Zsuzsanna - K. Németh András (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 37. (Szekszárd, 2015)
Vizi Márta: Előzetes jelentés az ozorai várkastély kutatása során előkerült kályha leletanyagról
MÁRTA VIZI Vorläufiger Bericht über das nach der Forschung des Burgkastells von Ozora freigelegte Ofenfundmaterial Die Gemeinde Ozora liegt am nordöstlichen Teil des Komitates Tolnau, im Tal des Flußes Sió. Im Mittelpunkt der Gemeinde steht das quadratische Gebäude des Burgkastells mit einem Mittelhof. Das Gebäude ist mit einer quadratischen Mauer umrahmen, an den Ecken mit runden Türmen befestigt. Das Burgkastell gehört zu den besonderen Kunstdenkmäler Ungarns. In dieser Studie wird über die bisherige Forschung des Ofenfundmaterials, den jetzigen Stand, sowie deren Ergebnisse berichtet. Dieses Fundmaterial wurde während der bereits seit Anfang der 1960-er Jahre geplanten und dann seit 1980 geführten archäologischen Ausgrabungen1 freigelegt. König Siegmund von Ungarn erteilte im Jahre 1416 die Genehmigung an Filippo Scolari, damit er auf allen Gütern, aber insbesondere in Ozora eine Burg, Festung oder Kastell aus Stein oder Holz nach seinem Beheben bauen kann. Bei den Ausgrabungen stellte es sich heraus, daß die um 1416 gebaute Burg von Filippo Scolari aus einem einstöckigen Palast mit quadratischem Grundriß und geschlossenen Hof, sowie aus einem ihn umrahmenden, genauso quadratischen Außenburgmauer bestand, an den Ecken mit runden Türmen. An die Burg konnte man an der südlichen Seite durch die auf den im Burggraben gemauerten Pfeilern stehende Brücke hinangehen. Nach dem Tod von Filippo Scolari gehörte das Burgkastell zuerst seiner Witwe, dann ab 1438 der Familie Hédervári. Am Anfang 1491 nahmen die Truppen von Miksa (Max) Habsburg das Kastell in einem Ansturm an, es konnte den Grund dafür geben, das Burgkastell um 1520 im Renaissancenstil umzubauen. Diese Burg wurde dann ab 1531 nach mehreren Belagerungen zerstört.2 Das Burgkastell wurde von 1545 bis 1686 von der Türken erobert, Von der Familie Hédervári übernahm es zuerst Bálint Török, dann im Jahre 1618 kam es durch Erbanfall an die Familie Nyári, später an die Familie Esterházy. Nach der Vertreibung der türkischen Truppen meldete die Famile Viczay nach der Familie Hédervári einen Anspruch auf Ozora und es wurde zuletzt im Jahre 1698 von Paul Esterházy gekauft. Zu der Reorganisation der Esterházy-Güter kam es nach dem Friedensabschluß in Sathmar. Die Baustellenarbeiten und die archäologischen, sowie Denkmalforschungen des Burgkastells wurden im Herbst 2015 beendet.3 Das Förster-Zentrum führte im Projekt „Historische Gemeinde am Cinca, Renaissancenwelt in Ozora - die touristische Entwicklung des Burgkastells Pipo und seiner Umgebung in Ozora” die Rekonstruktion der äußeren Burgwände, neben anderen sonstigen Projektelementen durch. Im Gebäude des Burgkastells wurden nach Ausweis des Fundmaterials jahrhundertelang Kachelofen benutzt. In dieser Studie übersah ich diese Hauptgruppen und Variante separiert, wo ich mich auf die Fachliteratur, auf das Fundmaterial aus Ozora stüzte, sowie ergänzte mit bei 1 Zusammenfassend über die Geschichte der archäologischen Forschungen siehe: VIZI 2011, 275-278. 2 FELD et al. 1988a, 261-277. 3 Im Jahre 2014 wurden die Ausführungsarbeiten mit einer provisorischen Freilegung vorbereitet, dann ab 2015 waren die Arbeiten bereits mit archäologischer Aufsicht begleitet geführt. 63