Gaál Zsuzsanna - K. Németh András (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 37. (Szekszárd, 2015)
Vizi Márta: Előzetes jelentés az ozorai várkastély kutatása során előkerült kályha leletanyagról
der bisherigen Systematisierung ausgezeichneten herausragenden Fundstücken. Vorläufig mache ich es ohne ausführliche typologische und kronologische Analyse, ich werde es schon bei der ausführlichen Verarbeitung des ganzen Fundmaterials schaffen, wobei die Schichtenanalyse auch verwendet werden. Innerhalb der großen Gruppen habe die bisherigen Abweichungen im Vergleich mit den bisherigen Feststellungen der Fachliteratur angezeigt. Damit wollte ich etwa einen Querschnitt über diesen Typ des Fundmaterials des Burgkastells geben, auf seine Bedeutung die Aufmerksamkeit zu erregen und die bisherigen wichtigsten Fundstücke auch öffentlich bekanntzumachen. Aus dem Fundmaterial der Kachelofen der Siegmund-Zeit kamen viele Stücke vor, hauptsächlich aus der von Imre Holl bestimmten Gruppe 4. (Abb. 1-11.) Unter diesen waren sowohl fast voll zusammenstellbare Stücke, aber als auch viele kleine, rekonstruierbare Bruchstücke. Viele Variante der sog. Ritterformofen waren im Burgkastell aufzufinden (Abb. 12-28, 48- 50). Nach der endgültigen Verarbeitung wird es sich herausstellen, genau viele Typen aus dem Burgkastells freigelegt wurden, ob es noch neue geben und welche Ofenform von den hiesigen Typen gebaut wurden. Einige Bruchstücke, welche als Abbild der originalen Kacheln scheinen, stellen auch Werkstattsfragen auf. Unter den Fundstücken findet man unglasierte Maßwerk- und Kronenelementen, mit Grafikbelag (Abb. 29-30). Es läßt sich vorstellen, daß diese zu den glasierten Ofen vom Ende des 15. Jahrhunderts gehören. Die Gruppe der einen Apostel oder Prophet darstellenden Kacheln (Abb. 31-34). Dieses Fundmaterial mit mehreren Varianten oder Typen bringt vielleicht näher zur Bestimmung der Fertigungswerkstatt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird auch eine Ofenrekonstruktion nach der pünktlichen Einstufung der Varianten möglich. Farbige, glasierte Kachelofen kommen auch häufig im Fundmaterial vor (Abb. 35-42). Von denen kann man mehrere Gruppen separieren. In dieser Studie hob ich einige mit Kopf- und Gesichtdarstellungen hervor. Bruchstücke von Kachelofen wurden vom Mittelalter4 durch die Türkenherrschaft5 bis zu der Neuzeit freigelegt. Neben der Zusammenfassung der bereits veröffentlichten Studien erwähnte ich auch die neulich geprüfte Typen. Dieser Typ kam am häufigsten im Mittelalter während der Türkenherrschaft vor. Aus der Neuzeit stammt das Bruchstück eines rotbemalten aus schüsselförmigen Kacheln gesetzten Ofens, ein anderes Stück konnte mit weißer Farbe gespritzt und geziert (Abb. 44-47).6 Zum Barockgebäude gehörten auch mehrere Öfen. Nach den bisherigen Untersuchungen konnte ich etwa sechs unterschiedliche Kachelofengruppe unterscheiden (Abb. 43). In dieser Studie versuchte ich das Material der freigelegten Ofen und Kachelofen von dem Aufbau des Burgkastelles bis zu den 20. Jahrhundert schematisch darzustellen, als das Kastell als Getreidespeichergebäude benutzt war. Nach der ausführlichen Verarbeitung des Fundmaterials kann man schon die einzelnen Zeitalter vollständig übersehen. 4 FELD - GERELYES 1989,177-207. 5 FELD - GERELYES 1985, 174-175, 178. 6 VIZI 2011,278-290. 64