Gaál Zsuzsanna - Ódor János Gábor (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 35. (Szekszárd, 2013)

Szabó Géza - Gál Erika: Dombóvár-Tesco kora bronzkori település térhasználatának előzetes vizsgálata az archeozoológiai megfigyelések tükrében

GÉZA SZABÓ - ERIKA GÁL Die vorläufige Untersuchung der Raumnutzung TESCO Dombóvár an der frühbronzezeitlichen Siedlung im «♦ Überblick von archäzoologischen Bebobachtungen Im Jahre 2007 im Tal des Konda-Baches in Dombóvár fanden wegen der Bauarbeiten des TESCO- Hipermarkets archäologischen Ausgrabungen statt, wo wir auf der frühbronzezeitlichen Siedlung (Somogyvár-Vinkovci-Kulturzeit) bemerkten, daß sich das vorgekommene Tierknochenmaterial im Vergleich mit der Zahl der Objekte, der Befundzahl der anderen Zeitalter, sowie der freigelegten Flächengröße recht wenig erwiesen hat. WI fanden zugleich mehrere Eintiefungen (DTQ169, 299, 318,483), wo die verschiedenen Küchengeschirre und die daneben liegenden Überreste von Tieren offenbar nach bestimmten Aspekten aussortiert wurden. Deshalb suchten wir die Antwort durch die paralelle Untersuchung der Keramikfunde und der Tierknochen auf die Fragen, ob es irgendeine Isolierung der einzelnen Bezirke innerhalb der Siedlung zu beobachten ist und ob es irgendeiner Zusammenhang bei der Zusammensetzung und Stückzahl der Keramikfunde, der Form und Größe der Gruben oder der Menge der aus den Tierknochen bestimmten Rassen und dem Zustand der Knochen zu erweisen ist. Sind solche wiederholende Escheinungen zu beobachten, welche auf den Gebrauch, Funktion oder von den originalen Gebrauch abweichende, möglicherweise eine sekundäre- z.B.: Müllgraben - Nutzung der einzelnen Objekte deuten; oder wo die Spuren vielleicht schon auf eine andere, profane oder eine spezielle sakrale Tätigkeit hindeuten. Bei der Ausdeutung und Summation der Daten berühren wir die Untersuchung von zwei bis heute noch nicht beantworteten Fragen der heimischen Forschungen, undzwar den Fundumstand der als Totenopfer gehaltene Geschirrbefunde, sowie der innengezierten Schalenfragmente. Bei einer entsprechenden Bewertung der archäologischen Funde und Erscheinungen, sowie selbst am Fundort konnte man jedoch bei der frühbronzezeitlichen Forschung der Region mindestens eine verhältnismäßige Übersicht der in den letzten Jahren hervorgekommenen gebietlichen-zeitlichen Fragen nicht vermeiden. Auf unserem Fundort in Dombóvár kamen aus den - den Untersuchungspunkten entsprechenden- 24 frühbronzezeitlichen Objekten 1532 Tierknochenstücke und 3481 Keramikbruchstücke hervor. Die Zahl der Keramikbruchstücke sind mehr als Zweifache (227%) als die Zahl der Tierknochen. Dieser Koeffizient wird desweiteren als ein für die Zusammensetzung des Fundmaterials der Siedlung bezeichnender Kennwert betrachtet, mit dem die Differenz der einzelnen Objekte und Objektype bei unserer Analyse verglichen wird. Dieser Kennwert ist leider zur Zeit mit dem Fundmaterial anderer Fundorte nicht vergleichbar, da wir bisher keine Daten zur Anwendung eines ähnlichen Koeffizienten gefunden haben. Wir finden jedoch - abweichend von der bisherigen Praxis - unabdingbar, daß die Tierknochen nicht separat, sondern in komplexer From mit den Keramik- und sonstigen Fundstücken behandelt werden, aufgrund dessen die Wirtschaft, die Lebensform und Kultur der einzelnen frühbronzezeitlichen Siedlungen mit Hilfe eines objektiven Kennwertes untersucht werden können. Bei der Aufzeichnung des historischen Hintergrundes der frühbronzezeitlichen Funde in Dombóvár konnte man die historischen Faden im Raum vom Osten, entlang der Donau durch die Steppe bis zum Kaukasus, sowie zeitlich bis zur Jungsteinzeit folgen, wo sich die eigenartigen, 97

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