Gaál Zsuzsanna - Ódor János Gábor (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 35. (Szekszárd, 2013)

Szabó Géza - Gál Erika: Dombóvár-Tesco kora bronzkori település térhasználatának előzetes vizsgálata az archeozoológiai megfigyelések tükrében

orientalischen Graben aus dem späteren Zeitraum der Lengyel-Kultur auffinden. Es war überraschend, daß die säulenförmigen Absenkungen an den Ecken des quadratförmigen Gruben der im Friedhof Szekszárd-Alsóváros freigelegten Grabenstätte die gleiche Auswirkung der orienta­lischen Steppenwellen des Karpatenbeckens zeichnen, wie die späteren - bis zum Neusiedlersee verfolgbaren Spuren der Grabhügel der Somogyvär-Vinkovci-Kultur. Die zahlreichen neuen, in der Lengyel-Kultur früher unbekannten Erscheinungen, sowie das unversehens konzentrierte Vorkommen der Sitten, wie die beiderleien Geschirre, die auf den Schädel verlegte Feuersteinklinge, die an den Ecken abgesenkten Grabgruben, bzw. die Erscheinung der auf dem Rücken liegenden und ihre Beine auf die Seite gelegenen Toten (Ockergrab/Kurgan-Kultur) weisen unserer Meinung nach darauf hin, daß die Völkerschaft der Kurgan-Kultur der Steppe nicht einmal in der I. Kurgan- Periode am Csongrád-Kettőshalom stoppten. Gegenüber der früheren Anmutungen wurde die Donau bereits von dieser ersten Truppe überschritten. So kam die Völkerschaft der Somogyvär- Vinkovci-Kultur im Zeitraum der ersten Frühbronzezeit im südlichen Teil des Karpatenbeckens schon auf einem gut eingefahrenen Weg in Transdanubien an und ihre enge Beziehung zu den orientalischen Steppensitten ist trotz der stark gemischten archäologischen Nachlassenschaft der bis zum Nesider folgbaren Grabhügeln auch eindeutig. Die Ergebnisse der paralellen Untersuchung der archäologischen Beobachtungen der Tierknochen und Keramikfunde am Fundort Dombövär- Tesco, sowie die wenig intensive und zerstreut liegende Siedlungsstruktur weisen alle auf eine viehzuchttreibende Bevölkerungsgruppe hin. Deshalb wäre es prinzipiell logisch, daß die hier lebende Bevölkerung auch die Vorteile ausnutzt, was die Pferdehaltung im Hirtenleben bedeuten konnte. Die östlichen Truppen haben das Transdanubien bereits am Anfang erreicht, so scheint es noch begründeter zu sein, daß die in den Karpatenbecken ziehende Völkerschaft das meist beliebte und charakteristische Tier mitgebracht haben. Aufgrund der geringer Anzahl und des Alters der Pferde, sowie im Mangel von Pferdegeschirren am Fundort in Dombóvár läßt es sich ausschließen, daß diese frühbronzezeitliche Völkerschaft die Tiere generell zur Arbeit, z.B. zur Hilfe des Hirtenlebens benutzt hätten. Nach den zeitgenössischen Schilderungen und aufgrund der bis zu der Frühbronzezeit zurückgehenden kaukasischen Epen und sonstiger östlichen Quellen waren die Pferde - die Meinung von Makkay und Levin auch beachtet - unserer Meinung nach eher als ein seltenes „Prestigentier“ höchstens zum Reiten benutzt, auch an der am Fundort Dombóvár TESCO freigelegten Siedlung der Somogyvär-Vinkovci-Kultur. 98

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