Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 32. (Szekszárd, 2010)

Gallina Zsolt - Hornok Péter - Paluch Tibor - Somogyi Krisztina: Előzetes jelentés az M6 AP TO 10/B és 11. számú lelőhelyrészen végzett megelőző feltárásról. Alsónyék- Bátaszék (Tolna megye) 2006-2009

Friedhofs, die kleineren rundförmigen Gräber mehr auf dem südlichen. Die beiden Ausnahmen waren die rechteckförmigen Gräber Nr. 210 und 260. Diese wurden mit zusammengepassten Bohlen bekleidet, die Spur der Holzkonstruktion verblieb nur im Männergrab Nr. 210. Im Bodenteil des Stufengrabes ließen sich an allen Seiten je ein graubrauner schmaler, 4-5 cm dicker Streifen beobachten (Tafel 43. 1-2). An den Ecken des Grabes Nr. 260 gruben wir Ausbuchtungen auf (Tafel 43. 3). In diesem Fall überreichte die Beplankung nur in N-S-e Richtung die Grabgrube. Unter den Waffenbeigaben des keltischen Friedhofs können wir insbesondere das zusammengeschlagene Schwert (Tafel 44. 1-2.) aus den Gräbern Nr. 111., 309 und 310. erwähnen. In den Gräbern Nr. 212. und 310. kamen auch Lanzenspitzen, sowie im Grab Nr. 310. auch Randbeschläge und Schildbuckel hervor. In einigen weiteren Gräbern wurden Schwerthängeketten freigelegt. Ein besonderer Fund der Grabkeramik ist ein Pseudo-Kantharos mit eingeglätteter Verzierung aus dem Grab Nr. 210. (Abb. 18.). Die Schmuckstücke werden unter anderen von den Blasenarmringen (Tafel 44. 3), hohlen oder dichten gepunkteten Armringen (Tafel 44. 4) vertreten. Das Fibelmaterial bestand aus großen Bronzenfibeln mit Fußknopf, Scheiben, sowie aus Drahtfibeln nach Mittellatene-Schema und Langkörper-Eisenfibeln. In mehreren Gräbern fanden wir Tierknochenbeigaben (Überreste von Schweinen). Nach den Befunden wurde der Friedhof im 3. Jahrhundert v. Chr. in den Latenezeiten B2 und C benutzt. Auf dem Fundortsteil Nr. 11., nördlich vom Friedhof fanden wir eine weit verbreitete keltische Siedlung, jedoch mit lockerer Struktur, welche Siedlung im NNO auf der Grabungsfläche 10/b, im Norden auch auf der Fläche TO 046. fortsetzte. Auf dem Fundortsteil Nr. 11., legten wir 6, sowie au fdem 10b 11 Gebäude frei, ein Haus (Obj. 11/997) hatte auch Ofen. Die charakteristischen Häuser aus der Keltenzeit (Abb. 19-20), bzw. Hausgruppen standen ziemlich weit voneinander, durchschnittlich in einer Entfernung von etwa 25-30 Meter. Unter den Häusern trafen wir auf Brunnen, sowie kegelstumpfförmige, ausgegrabene Herdstellen. Aufgrund der relativ wenigen Keramikstoffe können wir die keltische Siedlung aus der Mittellatenezeit (B2­C) datieren. Die Siedlung und der Friedhof konnten also beinahe gleichalterig sein, es ist jedoch hervorstechend, daß sie sich räumlich voneinander abgrenzten. Zwischen ihnen - in einem etwa 130 Meter weiten Streifen - haben wir keine eisenzeitlichen Objekte gefunden. Auf dem Fundortsteil Nr. 11., im NO-en Teil des eisenzeitlichen Friedhofs, wo wir einen kleineren Hügel zumuteten, fanden wir eine eigenartige Objektstruktur (Tafel 7. 1, Tafel 45). Die Grubenstruktur verbreitete sich zwischen drei N-S richtenden, beinahe paralellen langen Graben (Obj.Nr. 12., 23., 127). Die Grenzpunkte dieser langen Graben fielen in beiden Richtungen von dem freigelegten Gelände außen. Auf dem von der ersten beiden Graben (Obj.Nr. 12.,23.) umgeschlossenen Gebiet trafen wir auf einen leicht trapezförmigen (Obj.Nr. 54.) Graben mit abgerundetem viereckigen Grundriß, dessen westliche Seite ein mit dem länglichem Graben gemeinsamer Abschnitt bildete. Diese waren nach dem Schnitt gleichaltrig. Die Gleichaltrigkeit (Äqualität) läßt sich aufgrund der Paralellität der länglichen Graben auch auf die beiden anderen Graben ausbreiten. Innerhalb des Grabens Nr. 54. kam wieder auf einen anderen viereckigen Graben (Obj.Nr. 83.). Im inneren Teil dieses Grabens gab es einen im Rechteck gebrochenen neueren Graben (Obj.Nr. 112.) Zwischen den länglichen Graben breitete sich also ein dreifachiges Grabensystem aus, bei dem man aber auf die konzentrische Ausbildung nicht bestanden hat. Über die zwei äußeren viereckigen Graben konnte man aus südöstlicher Richtung, über den inneren Graben jedoch vom Osten überkommen. Es ist auffällig, daß der absichtlich verschobene Gewichtspunkt der Anlage aus nordwestlicher Richtung, gegenüber der Eingänge beobachtet werden kann. Die innerste geschlossene 12,8x12 m große Fläche im Zentrum des Grabensystems war nahezu leer. Neben vier kleinere, aber kein System bildenden Pfostenlöcher waren eine Grube und der Fleck eines viereckigen Objektes (148.) zu sehen (Tafel 46. 1). Diese letzte war eine viereckige, nach einer NW-SO­Achse orientierenden Böschungsgrube, auf deren Boden eine Schweinekiefer, sowie im oberen Teil der Einfüllung in sekundärer Lage der Oberkiefer einer älteren Frau zum Vorschein kamen (Tafel 46. 2). Aufgrund ihrer gemischten Einfüllung konnte die Grube sogar auch mehrmals ausgegraben werden. Etwa 2,8 m südöstlich von diesem Objekt kam eine rundförmige Grube (Nr. 115.) vor, in derer Fundmaterial auf einigen Stein- und Keramikbruchstücken ein Schafskiefer zu finden war. Im Bereich zwischen der mittleren und inneren Grube, zwischen den vorausgesetzten Eingängen kamen aus einer seichten, runden Grube mit einer gleichstoffig dunkelbrauen Einfüllung (192.) Rinderknochen, insbesondere Beinknochen nach anatomischer Reihenfolge zum Vorschein (Tafel 46. 3). An der Außenseite der südlichen Strecke des Außengrabens wurde eine größere runde Grube (97.) aufgefunden, die aber keine 52

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