Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 32. (Szekszárd, 2010)
Gallina Zsolt - Hornok Péter - Paluch Tibor - Somogyi Krisztina: Előzetes jelentés az M6 AP TO 10/B és 11. számú lelőhelyrészen végzett megelőző feltárásról. Alsónyék- Bátaszék (Tolna megye) 2006-2009
Überlagerung (Superposition) mit dem Graben hatte. Es gab nur einige Steinstücke in der Grube zu finden. Zwischen der Grube Nr. 97. und dem Eingang des Außengrabens fanden legten wir eine sehr seichte viereckige Grube (Nr. 67.) frei, die größtenteils mit Holzkohle eingefüllt war. An der Seite der viereckigen Innengraben wurden zwei Öfen (Nr. 116., 118.) ausgestaltet, wo die Graben zur Arbeitsgruben erweitert worden sind. Die Öfen waren runde, oder etwas längliche, aber kleine Objekte, deren Unterteil nur leicht durchbrannte. In ihrer Holzkohlen-einfüllung fanden wir unförmige Steinbruchstücke auf. Am südlichen Grenzpunkt unseres Flächenabschnittes, südlich vom Graben Nr. 54. und zwischen den Graben Nr. 12. und 23. tauchten der nördiche und westliche Grenzpunkt eines neueren, wahrscheinlich viereckigen Grabens (Nr. 291.) hervor. Der Graben Nr. 12. quert diesen Graben, ohne sichtbare Superposition. Der mittlere Teil der umgeschlossenen Fläche placierte sich leider außer unseres Flächenabschnittes. Im Graben fanden wir einige Kamm- und Graphitkeramikbruchstücke aus der Keltenzeit. Daneben gab es die Grube Nr. 311. mit Holzkohleneinfüllung. Auf dem Fundortsteil Nr 10/b legten wir ein den beiden viereckigen Grabensystem des Fundortteiles Nr. 11. ähnliches Grabensystem auf, wo drei Graben (Nr. 2645., 5081., 5084) dicht zueinander lagen (Abb. 6.). Die Graben enthielten nur Lengyel-Keramik, da sie mehrere Lengyel-Objekte durchschnitten. Nach ihrer Holzkohleneinfüllung, sowie Breiten- und Tiefenangaben sind sie den auf dem Fundortsteil Nr. 11. gefundenen schmalen Graben ähnlich. Es geht also um drei Grabensystem, von denen aber nur von einem ein klares Bild gemacht werden kann. Bei diesem Graben wurde die innenliegende keltische Grabstätte Nr. 191., sowie der die Grabstätte Nr. 111. umliegende Graben eindeutig von dem Grabenssystem durchgeschnitten. Dementsprechend ist also dieses Grabensystem jünger, als die beiden obenstehenden Grabstätten des Friedhofs. Im größten Teil der Graben kamen neben der keltischen Fundstücken auch Keramik- und Ziegelbruchstücke aus der Römerzeit hervor. Die Benutzung der Graben endete also in der Römerzeit, so kann man keine direkte Beziehung zwischen den Graben und dem Friedhof voraussetzen. Unserer Meinung nach haben die viereckigen Graben und die zugehörenden Objekte zwei Auslegungsmöglichkeiten. Die erste Auslegung läßt sich aufgrund der von den inneren Flächen der Grabensysteme freigelegten Befunde, insbesondere nach den sakralen Objekten der Keltenzeit verfassen. Zu diesen sakralen Objekten gehören die Befunde Nr. 148. und 192. Mit dem zweiten Befund kann man die Opfergrube Nr. 7. des Heiligtums in Pákozd in Paralelle stellen (Tafel 47. 2). Ein anderer Opfer konnte der Befund sein, der im westlichen Teil des Innengrabens beobachtet wurde. Wir fanden einige mit gelbem Lehm dick bedeckte Rindsknochen (Tafel 47. I ). Neben diesen sakralen Objekten konnten das umgrenzende Grabensystem und die weiteren - für gleichaltrig gehaltenen, aber wegen ihrer mangelnden Fundmaterien wesenlosen - Gruben auch von keltischer Abstammung sein, die auch sakrale Funktionen hätten ausüben können. Die erste Auslegungsmöglichkeit der gehandelten Objektgruppe aus Bátaszék heißt also: La TèneHeiligtum. Das im Objektkomplex gefundene Fundmaterial aus der Römerzeit (Keramik- und Ziegelbruchstückc) bildet die Basis der zweiten Auslegungsmöglichkeit. Aufgrund dessen läßt es sich voraussetzen, daß das Grabensystem keine keltische Abstammung hat und nicht nur seine Benutzung auf die Römerzeit überreichte, sondern ausdrücklich in dieser Zeitperiode entstand und zu profanen Zielen diente. In diesem Fall konnte die aus den Graben freigelegte keltische Keramik aus anderen Gelände- oder Grabstättenobjekten stammen. Die zwei kultischen, auf dem Gebiet des Grabensystems zum Vorschein gekommenen Objekte gehörten zu dem Keltenfriedhof und ihre gemeinsame Erscheinung im Grabensystem bedeutet nur ein zufälliges Zusammentreffen. In der Nähe des Fundortes in Alsónyék kamen allerdings mehrere, zu der Römerzeit gehörende Befunde hervor, welche mit dem naheliegenden Limes im Verhältnis standen. Da sich die drei dargestellten Grabensystem ein wenig östlich von dem mutmaßenen Limes, also außer dieser Linie auf einem Platz strategischer Bedeutung verbreitete, so können wir diesen auch militärische Funktion zumessen. Die beschriebenen Grabensysteme konnten also auch Wachttürme (burgus) oder deren Umschließungsgraben sein. In dieser Auslegung bedeutet es ein Problem, daß wir die Steine in sekundärer Lage ohne Mörtelspuren gefunden haben. Nach ihrer geringen Menge, kleinen Größe und Form, sowie nach ihrem zerstreuten Vorkommen läßt es sich kaum vorstellen, daß ein aus Stein gebauter Turm auf unserem Fundort gestanden hätte. Wir fanden nicht einmal Beweise auf die Anwesenheit eines aus Holz gebauten Turmes. Aus den 53