Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 25. (Szekszárd, 2003)

Vidák Tünde: Bábtáncoltató betlehemezés Vőrsön napjainkban

Tünde Vidák Das Krippenspiel in Vörs in der Gegenwart In dieser Studie wird die Rolle des sog. Stäbchenpuppen-Krippenspiels, dieses auch noch heute lebendigen Weinachtsbrauchs in der Gegenwart im Dorf Vörs vorgestellt. Die einheimischen betonen im Zusammenhang mit ihrer Krippenspiel-Tradition dreiwichtige Faktoren: erstens, dass das Krippenspiel nicht von Kindern, sondern von erwachsenen Männern, vor allem von denjenigen, die schon eine Familie haben, gespielt wird; zweitens dass es sich dabei nicht um einen erneuerten Brauch handelt, sondern erblickt schon auf eine Vergangenheit von 100-120 Jahren zurück; drittens, dass die Besonderheit des Krippenspiels in dem Stäbchentheater (Spiel und Tanz der Stäbchenpuppen) liegt. Am 23. und 24. Dezember jeden Jahres werden die Bewohner des Dorfes von den Teilnehmern des Krippenspiels aufgesucht um in den Häusern das Spiel vorzuführen. Durch die von den Dorfbewohnern erhaltenen Geldern wird die Kirche unterstützt. Diese Funktion trug in großem Masse dazu bei, dass dieser Brauch erhalten blieb. In den letzten Jahren geriet dieser als Kuriosität geltende Brauch immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses, d. h. dass das Spiel zusammen mit der in der Kirche aufgebauten „Riesenkrippe" in den Sendungen der Fernsehkanäle auf Regional- und Landesebene zu sehen waren. Infolge dessen wurde Vörs landesweit bekannt und das Dorf wurde von mehreren Tausend Besuchern aufgesucht. Diese doppelte Krippenspiel-Tradition ist zum wichtigen Bestandteil der Identität der Dorfgemeinschaft geworden, und sie spielt auch hinsichtlich des Zukunftsbildes und der Lebensstrategie der Siedlung eine wichtige Rolle. 168

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