Vadas Ferenc (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1993)

V. Péterfi Zsuzsanna: A Bátaszék–Kövesd pusztai későrómai temető

ZSUZSANNA V. PÉTERFI Der spätrömische Friedhof von Bátaszék-Kövesd puszta Im November 1972 wurde in Bátaszék, auf dem Gebiet von Kövesd puszta mit Bauarbeiten begonnen. (Bezirk Tolna, Ungarn) Die von den Mitarbeitern des Szekszárder Museums begonnene Fundret­tung verlief unter sehr schlechten Witterungsverhältnissen und gezwungen von den ständigen Bauarbeiten. Folglich sind viele Gräber unrettbar zugrunde gegan­gen, in vielen Fällen war weder die Rettung der Funde, noch deren Dokumentie­rung möglich. In der Zeit von November 1972 bis Mai 1974, im Laufe der drei Ausgra­bungsperioden sind insgesammt 155 Gräber freigelegt worden, 4 von denen 31 Männer-, 42 Frauen-, und 39 Kindergräber waren. Bei 43 Gräbern konnte man das Geschlecht nicht bestimmen. Wenn man die Gräberformen betrachtet, kann man feststellen, daß der gerettete Teil des Friedhofes vom gleichen Ritus ist, da die Mehrheit der Gräber (128 Gräber) zu dem einfachen, in die Erde gegrabenen Typus gehört, der in Pannonién, im 4 Jh. typisch war. 10 (In 6 Fällen sind Ziegelgräber und Sarggräber vorgekommen) In der Ausrichtung Südost - Nordwest sind auch Brandgräber (15 Gräber} freigelegt worden, denen die anderen Gräber mit einer Ausnahme (Grab Nr. 75) auswichen. Das Fundmaterial der Brandgäber ist ärmlich, ihre Dokumentation ist mangelhaft, so kann man nur aufgrund des Ritus voraussetzen, daß dieser Teil des Friedhofes aus der zweiten Hälfte des 3. Jh-s stammt. 108-109 Die Verstorbenen, bis auf vier Ausnahmen, lagen auf dem Rücken, in gestreckter Bestattung. Im Grab Nr. 97 lag der Verstorbene auf siene rechte Seite gelegt, das Grab Nr. 103 ist ein Hockergrab von einem Erwachsenen, die Verstorbene im Grab Nr. 133 und der Verstorbene im Grab Nr. 155 lagen auf dem Bauch. Diese Abweichungen bedeuten wahrscheinlich keinen ethnischen Unters­chied, 113 es ist viel mehr vorauszusetzen, daß die Gemeinde ihre Toten aus irgendwelchen triftigen Gründen (Strafe, Unterworfenheit, Selbstmord) so begra­ben hatte. 114 " 115 Die Beschädigung der Gräber ist nur selten zu beobachten. In 27 Fällen konnte man eine Beschädigung feststellen; die Beilage dieser Gräber war etwas reicher. 116 Die Ausrichtung der Gräber ist fast einheitlich; etwa 70 Prozent haben die Richtung Ost-West. Obwohl die dominierende Ausrichtung der Friedhöfe in Pannonién zu jener Zeit die Richtung West-Ost hatte, 117 konnte man in einigen Fällen, besonders bei den Friedhöfen mit ländlichem Charakter, die der Bátaszé­ker gleiche Ausrichtung feststellen. (zB. Kő, Fazekasboda, Somogyszil, Bogád) Wenn man die Ausrichtung betrachtet, kann man auf der Friedhofsland­karte keine Gräberreihen beobachten. Die Gräber gruppieren sich um 2-3 reiche Gräber, vermutlich je nach Familien. Die Münzen aus den frühesten Zeiten sind im nord-westlichen Teil des Friedhofes gefunden worden. Es wird vorausgesetzt, daß man den Friedhof in der ersten Hälfte des 4 Jh-s an der oben genannten Stelle begonnen hat, zu nutzen. Die Mehrheit der Münzenbeilagen stammt aus der zweiten Hälfte des 4 Jh-s, die Datierung der Begleitfunde weist auch auf die gleiche Zeit hin. 102

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