Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Ivan Pavlů: Neolithische Grabenanlagen in Böhmen

Die Unterschiede und Übereinstimmungen zwischen der Lengyel-Kultur und den Gruppen mit stichverzierter Keramik: die Interpretationsmöglichkeiten MARIE ZÁPOTOCKÁ, PRAHA Einleitung In Male Vozokany bemüchte ich mich, den Eingriff und die Auswirkung der Lengyel Kultur im Bereich der Gruppen mit stichverzierter Keramik anhand der Typenentwicklung und der Keramikverzierung anzudeuten (ZÁPOTOCKÁ 1985). Heute möchte ich diese Beeinflussung im Zusammenhang mit anderen Komponenten der Materiellen Kultur klarmachen. Die Schlüsse haben wohl kei­ne eindeutige Gültigkeit, denn im Gegensatz zur Keramik, die zu den am besten erkannten Fundgattungen zählt, hat man die übrigen Komponenten der genann­ten Kultur bisher nur fragmentarisch verfolgt und untersucht. Im Folgenden werde ich mich deshalb den Problemen der natürlichen Um­welt, der Siedlungskontinuität, der Organisation der Ansiedlungen, der Konstruk­tion der Wohnobjekte, der Rondelle, der geschliffenen- und Spaltindustrie, der Gewinnung und dem Import der Rohstoffe sowie einigen Schmuckarten widmen. Die Absolute und relative Chronologie Zuerst werde ich versuchen, den chronologischen Rahmen der ganzen Kul­turperiode zu spezifieren. Ich gehe dabei von der letzten komplexen Aufarbeitung der C 14 - Datierungen (einschl. der Kalibration) für den gesamten bandkerami­schen Kreis aus, wie es D. CAHEN und E. GILOT (1983) unterbreitet haben. Aus dieser Übersicht stellt sich die überraschende Feststellung heraus, daß sich die Da­ten für die ganze Dauer der LnK im Raum von Ungarn bis nach Frankreich in die Zeitspanne 5500-4600 B.C. und für die StKund Rossen in 5200-4600 B.C. konzen­trieren. Hiermit stimmen auch die Daten der klassischen LgK überrein. Das Spät­neolithikum, d.h. die Periode der späten StK, der spätrössener Gruppe und des späten Lengyel ist durch die Jahre 4700-4000 B.C. abgegrenzt. Vom archäologi­schen Standpunkt ist diese Zeitstellung nicht allzu befriedigend. Entweder haben wir es hier mit einem gewissen Datierungsfehler zu tun (im ganzen Mitteleuropa fehlen beinahe die Daten aus den Jahren 3700-3400 b.c.), oder der spätlengyel Ho­rizont stellt tatsächlich eine lange Periode des Verfalls und Ausklingens der ur­sprünglichen Bandkeramiker, eine ungefähr genau so lange Periode, wie die ge­samte LnK und StK (900:700 Jahren), dar. 265

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