Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)
Ivan Pavlů: Neolithische Grabenanlagen in Böhmen
Was die relative Chronologie anbelangt, so ist es in den letzten Jahren zu relativer Vereinheitlichung der Wertung der LgK- und StK-Beziehungen gekommen. Die aufgearbeitete Übergangsperiode - Prä- und Protolengyel - zwischen der Zeliezovce Gruppe und der älteren LgK I (RUTTKAY 1979, PAVÚK1981, KALICZ 1983-84) hat zur Klärung der scheinbaren, durch die Datierung älteren Stufe StK vor das eigentliche klassische Lengyel verursachte Differenz beigetragen (ZÁPOCKÁ 1967, PAVLU-ZÁPOTOCKÁ 1979). Im Gesamtbereich der westlichen Linearbandkeramik kann ein verhältnismäßig kurzfristiger Zeitabschnitt festgestellt werden, in dem grundlegende Innovationen in der Entwicklung der LnK stattgefunden haben - im Donauraum die Umwandlung in die bemalte Keramik, an der Elbe, am Rhein und der Seine in die zum Großteil stichverzierte Keramik. In den Gruppen mit stichverzierter Keramik kommt diese Periode viel ausgeprägter zum Ausdruck, am besten im Bereich der eigentlichen Stichbandkeramik. Im Donauraum ist diese Entwicklungsperiode nur durch einige wenige Funde angedeutet, etwas besser erkannt ist erst ihre Spätstufe - die Luzianky-Gruppe (NOVOTNY 1962). Die eigentliche klassische Lengyel Kultur (LgK I, MOG I, MBK I) ist dann zeitgenössisch erst mit der jüngeren StK Stufe (StK IV). Die ältere StK - Prä- und Protolengyel Die ältere Stufe der StK halten wir nicht nur in der Keramik, sondern auch in den anderen Komponenten der materiellen Kultur für eine direkte Fortsetzung der LnK Außer grundlegender Innovation der Keramikverzierung (Umwandlung des Einzelstiches in den alternierenden Doppelstich) stimmt nämlich der materielle Inhalt der älteren Stufe StK im Prinzip mit Sárka-Stufe der LnK überein. Die Situierung der Ansiedlungen, die rechteckigen Hausgrundrisse sind gleichartig, nicht einmal in der Steinindustrie sind wesentlichere Änderungen zu beobachten. Es wäre sicher interessant, auf ähnliche Weise diese Komponenten der materiellen Kultur des Prä- und Protolengyel im Verhältnis zu der vorangehenden Zeliezovce Gruppe zu vergleichen. Leider ermöglicht die heutige Fundbasis einen solchen Vergleich nicht. Die einzige, besser untersuchte Kulturgruppe dieser Übergangsphase, nämlich die Luzianky-Gruppe, unterscheidet sich bereits von der Zeliezovce Gruppe in wesentlichem Maße durch den Reichtum der Keramikformen. Die Steinindustrie aus den Gräbern spiegelt die fortgesetzte vorangehende Entwicklung wider, neu treten durchbohrte Schuhleistenkeile und erste Hammeräxte dazu. Darüber hinaus kam es zur Unterbrechung der Siedlungskontinuität (PAVŰK 1982). Die Jüngere StK (IV-b) und die ältere LgK (Ia-b) Diese Periode bringt mit sich neue Elemente sowohl in der materiellen Kultur der LgK und StK, wie auch in den westlichen Kulturgruppen mit stichverzierter Keramik. Auf die Abhängigkeit der Typenwandlungen im keramischen Fundgut der jüngeren StK von der Beeinflussung aus dem Bereich der LgK habe ich bereits in Vozokany verwiesen. 266