Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Jaromír Kovárník: Die Entwicklung der Besiedlung Südwestmährens durch die Bevölkerung mit der mährischen bemalten Keramik

rens mehr gegliedert ist. Zwei Siedlungen, das sind 1,96% der Gesamtzahl befin­den sich in der Höhe von 351 bis 375 m ü. d. M., neunzehn, d. i. 18,63% in der Höhe von 376 bis 400 m, einunddreissig Fundstätten, d. i. 30,40% von 401 bis 425 m, ei­nundzwanzig, d. i. 20,59% in Höhen von 426 bis 450 m und die gleiche Anzahl von 451 bis 475 m ü. d. M. Grössere Höhenlagen waren ebenfalls besiedelt; es ist aber ersichtlich, dass sich hier die Zahl der Siedlungen mit der mährischen bemalten Keramik vermindert. In der Höhe von 476 bis 500 m wurden bis jetzt sieben Fund­stätten festgestellt, d. i. 6,86% und das im Gebiet von fünf Katastralgemeinden. Bis in die Höhe von 525 m ü. d. M. wurde bis jetzt keine Siedlung festgestellt, in der Zone von 526 bis 550 m jedoch eine Fundstätte. Durch die systematische Durch­forschung des Geländes wurden im Gebiet mancher Katastralgemeinden Süd­westmährens eine grössere Anzahl von Siedlungen der Kultur der mährischen be­malten Keramik festgestellt. In einigen Fällen handelt es sich um Siedlungen, die in dieselbe Phase dieser Kultur gehören. Dadurch können wir kleinere Regionen der Besiedlung beobachten, für welche die Regeln des cyklischen Ackerbaues gel­ten. In dem beschriebenen Gebiet befinden sich umfangreiche Fundstätten, auch mit einer grossen Zahl von Lesefunden, aber bisher wurde keine Siedlung fest­gestellt, die mit einem kreisförmigen Graben umgeben war. Aus der angeführten Übersicht ist ersichtlich, dass bisher eine kleinere Anzahl von Fundstätten der äl­teren Stufe der Phase b festgestellt wurde. Die Dichte der Besiedlung wächst im Laufe der weiteren Entwicklung. Für dieses Gebiet wird von Interesse sein, die Pe­riode des Endes der älteren und den Beginn der jüngeren Stufe der Kultur der mährischen bemalten Keramik zu verfolgen. Mit Ausnahme der Siedlung im Ried Kerchuvky bei Jaromëïice n. R. und vereinzelten Rettungsarbeiten in der Umgebung von Lesuöky (Bezirk Pïebio), Hostim und Jifice (Bezirk Znojmo) wurden im Gebiet Südwestmährens keine umfangreicheren archäologischen Forschungen betrieben. Wie schon angeführt, existierten in der Umgebung von Lesuöky (Bezirk Tïebic) wenigstens neun Sied­lungen der Kultur mit der mährischen bemalten Keramik. Vorläufig können wir zwei von ihnen im Rahmen der älteren Stufe ihrer jüngeren, resp. jüngsten Phase zuordnen (Lesüfiky II? VI). Fünf von ihnen gehören der jüngeren Stufe IIa an. Manchmal weist das Material jedoch irgendwelche ältere Merkmale auf. Die letz­ten zwei Fundstätten der mährischen bemalten Keramik können wir mit den bis­herigen Funden nicht einordnen. Eine interessante Sammlung von Funden ergaben zweifellos die Rettungsar­beiten auf der Fundstätte Lesuöky IL Die Gemeinde ist 3 km nordwestlich von Ja­romëïice n. R. und befindet sich im südwestlichen Teil des Bezirkes Tïebic. Die mittlere Meereshöhe beträgt um 440 m. Das Katastralgebiet ist verhältnismässig reich an kleineren Wasserläufen. Den nordwestlichen Teil bilden sanfte, gegen Süden liegende Abhänge, den südöstlichen Teil füllt eine leicht gewellte Ebene aus. Löss und von den Abhängen angeschwemmtes oder gerolltes Material bilden die pleistozäne Decke. Es sind geeignete Bedingungen für die Besiedlung durch die Bevölkerung der Kultur der mährischen bemalten Keramik, obwohl es sich schon um die Abhänge der ersten Gipfel des böhmisch - mährischen Höhenzuges handelt. Die archäologischen Funde aus der Umgebung von Lesuöky erweckten schon bald die Aufmerksamkeit des hervorragenden Kenners J. Palliardi, der sie in die Literatur einführte (Palliardi 1911,22; 1914 216, Abb. 3-5). Die Existenz ei­243

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