Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Jaromír Kovárník: Die Entwicklung der Besiedlung Südwestmährens durch die Bevölkerung mit der mährischen bemalten Keramik

ner urgeschichtlichen Siedlung der Kultur der linearen Keramik und Funde von gespaltenen und geschliffenen Steinwerkzeugen waren auch /. L. Cervinka (1908, 61) und F. Vildomec (1927) bekannt, der aus LesMky ein Gefäss der Kultur mit Li­nearkeramik, weiter das Vorhandensein von Bruchstücken mit mährischer bemal­ter Keramik und geschliffene Geräte aus Stein anführt. Diese Funde erwähnt auch /. Skutil (1929,151), V. Vildomecll95S, 18) und S. Vencl (1961,100). Das Vorkom­men von keramischen Funden aus dem älteren Neolithikum beschreibt auch R Tichy (1960,434, Abb. 25:2; 1961,78, Taf. IV, 79, Taf. V, 81, Abb. 1, Nro 22; 1962, 266, Abb. 15: 7-9, 275, 278, 288, Abb. 27, 291, Taf. I). Die Siedlung aus der älteren Stufe der Kultur mit der mährischen bemalten Keramik Lesunky II liegt ungefähr 100 m westlich von der Ortschaft. Bei der Durchführung von landwirtschaftlichen Arbeiten wurden die archäologischen Objekte beschädigt, weshalb wir kleinere Rettungsarbeiten begannen. Analysiert wurde das Material nur aus zwei Objekten (Kovárník 1977-1978, 272-274, Abb. 2-3, Taf. XXIII; 1980,281-286, Abb. 4-6, Taf. XV; 1982,276-282, Abb. 3-7). Das erste Objekt hatte eine unregelmässige ovale Form. Östlich davon, in knapper Ent­fernung, befand sich eine kleinere, kesselförmige Grube 1/B. Der Boden des Ob­jektes hatte die Form einer seichten Schüssel. In der Längsachse des Objektes fand sich eine tiefere Grube, in welcher Bruchstücke eines Bechers waren (Abb. 1.). Ringsherum waren verbrannte Fragmente menschlicher und tierischer Knochen. Die dünnwandige Keramik war mit Knubben, unter anderem in der Form von Eu­lenköpfen verziert. Auf einigen Bruchstücken waren Reste gelbroter Bemalung er­halten. In der Grube waren auch einige Rädchen aus Scherben, die in der Mitte ei­ne Öffnung hatten, ein Keil aus Stein, ein massiver kreisförmiger Gegenstand mit intensiv polierten Flächen, der am Umfang abgeschlagen war. Weiter fanden sich hier Klingen aus Hornstein mit einem sichelartigen Glanz, ein abgeschliffener Roteisenstein und Graphit. Auf dem Grund des Objektes war eine grössere Men­ge einer weissgrauen Masse. Mit Rücksicht auf einen grösseren Anteil von Kal­ziumoxid kann es sich um eine Zutat zum keramischen Werkstoff handeln. Die zweite Grube hatte einen Grundriss fast wie eine Acht, beutelförmig pro­filierte Seiten und einen fast flachen Boden, in welchem sich 11 Pfahlgruben be­fanden (Abb. 5.). Acht von ihnen hatten einen kleineren Durchmesser (3-6 cm), weitere zwei einen Durchmesser von ungefähr 12 cm und die letzte, mit unregel­mässigen Umrissen 13x17 cm. Sieben Pfahlgruben mit kleinem Durchmesser la­gen fast in einer Geraden. Die Reihe führte in der Richtung Nord-Süd quer durch das beschriebene Objekt. Die achte Grube befand sich 30 cm östlich von der Gru­be Nro 7; mit der Reihe der übrigen sieben Gruben bildete das fast einen rechten Winkel. Die Entfernung zwischen den Gruben betrug 15 bis 30 cm. Ungefähr in der Hälfte des Objektes bei der nordwestlichen Wand waren zwei Pfahlgruben in ungefähr 10 cm Entfernung voneinander. Eine weitere Pfahlgrube mit unregel­mässigen Umrissen war am nordöstlichen Ende des Objektes. Längs des Umfangs des Objektes fanden sich in den Wänden die sonst senkrecht waren, Vertiefungen. Der Boden der Grube war eben. Das Ausmass des ganzen Objekts war 190X97x60 cm. Ausser dem System der Pfahlgruben war auch noch die Fülle des Materials interessant. Es fand sich eine Menge Bruchstücke von Töpfen, Schüsseln, Fuß­schüsseln Bechern, eine Schöpfkelle, ein irdener Spinnwirtel, eine Perle und Räd­chen aus Scherben. Beachtenswert ist der aufgefundene Torso einer weiblichen 244

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