Istvánovits Eszter: International Connections... (Jósa András Múzeum Kiadványai 47. Aszód-Nyíregyháza, 2001)

Marcin Biborski - Piotr Kaczanowski: Zur Differenzierung der spätkaiserzeitlichen und frühvölkerwanderungszeitlichen Bewaffnung im Barbaricum

Kulturströmungen durch die Przeworsk-Kultur angesehen werden kann (KOVÁCS 1966; KACZANOWSKI 1994). In bezug auf den hier behandelten chronologischen Abschnitt liegen uns spärliche, ja geradezu überhaupt keine Angaben vor. Für den jüngeren chronologischen Abschnitt, die zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts, sei hier als Beispiel ein Ortband ähnlich Typ Snartemo-Faiford genannt, das in einem nicht näher bestimmbaren Zusammenhang in Geszteréd, Kom. Szabolcs-Szatmár-Bereg, zum Vorschein kam (BONA 1986,63-64, Abb. 16). Derartige Schwertscheidenbeschläge sind charakteristisch für die nordeuropäische Zone, sonst sind sie nur in der nördlichen Ostsee-Zone Mitteleuropas und in Süd-England vertreten (MENGHIN 1983, 123, 140, Karte 17). Erwähnenswert wäre an dieser Stelle einer der Bestandteile des neuerdings sehr eingehend analysierten Fundes von Szilágysomlyó/§imleul Silvaniei (CAPELLE 1994). Gemeint ist dabei eines der Paare von Goldketten - eine Miniatur von Lanzen­und Speerspitze mit Widerhaken (GSCHWANTLER 1999, 67, Abb. 10). Auffallend ist besonders die zweite der beiden Miniaturen, die eine Waffe darstellt, welche in der behandelten Zeit für die hier als mitteleuropäisch bezeichnete Zone ganz untypisch war. Die Sätze von Bewaffnungs- und Ausrüstungselementen, bestehend aus Lanzen­und Speerspitze mit Widerhaken, bildeten dagegen von der römischen Kaiserzeit bis zur Völkerwanderungszeit die Standardbewaffnung der nordeuropäischen Krieger. Metallene Schildteile, die in den erwähnten Gräberfelden anzutreffen sind, lassen ganz bestimmt keine nordeuropäischen Beziehungen erkennen. In der behandelten Zeit treten im Ostteil des Karpatenbeckens unterschiedliche Varianten Abb. 2 Schildbuckel von Bélavárhegy (nach ISTVANOVITS-KULCSAR 1992)

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