L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001

Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)

Stickereien-Spitzen gestern und heute Die Somogyer Stickereien beinhalten all jene Eigentümlich­keiten, die charakteristisch für den alten und neuen Stil der ungarischen Stickereien sind. Beispiele für ihre Vielfältigkeit sind die verziert umnähten Betttuchränder, die reiche Auswahl an Männer- und Frauenhemden, verschiedene Tücher für Hals, Kopf und Hand, die das Hausinnere schmückenden Tücher, die Geschenktücher und die festlichen Tischtücher. Charakterisch waren auch neben der Anwendung der reinen Weißstickerei die rot-blaue und mancherorts auch die Stickerei mit mehreren Farben. Im vorigen Jahrhundert war die Klöppelspitze an nur wenigen Orten bekannt. Sie verbreitete sich als Heimarbeit in den ersten Jahrzehnten nach 1900. Das Komitat Somogy war 1873 auf der Wiener Weltaus­stellung, an der Ungarn zum ersten Mal teilnahm, mit insgesamt 30 verschiedenen bestickten und gewebten Bauerntextilien ver­treten. Auf der Milleniumsausstellung 1896 im Stadtwäldchen in Budapest wurde das Komitat Somogy durch die Gemeinde Csököly vertreten, und zwar mit Frauenkleidern aus mit Safran gelbgefärbtem Hausleinen, verziert mit der ältesten Stickerei und bestickten Männerhemden im ältesten Stil. Im Komitat Somogy bewahrten die meisten Familien bis in die 1900er Jahre die reich bestickten- mit Klöppelspitzen umsäum­ten Totenbettdecken und Kissen auf, die von den Eltern und Großeltern auf sie übergegangen sind. Verstorbene nahe Ver­wandte wurden in der Leichenhalle auf die verzierten Leichen­tücher gelegt. Die Laken- und Kissenstoffe wurden wahrscheinlich von den Spitzenhändlern aus dem Oberland gekauft, von denen sie neben der Klöppelspitze auch verschieden breite und lange weiß bestickte Streifen bezogen. In den 1900-er Jahren gehörten zur Frauentracht - besonders im Süden des Komitats Somogy - eine reiche Auswahl an Kopf-, Hals- und Handtüchlein aus weißem Linnen, reich bes­tickt mit weißem Garn nach Vorzeichnung. Beliebt waren auch die mit blau-rotem Kreuzstich bestickten Handtüchlein. Die Frauen trugen bis in die 1910er Jahre noch weiße, seltener schwarze gehäkelte - gestrickte - handgenetzte Häubchen. 20. Leichentuch aus der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts. Csákány. RRM 2247. 21. Kopftuch. Im Stielstich bestickt, umsäumt mit hand­gehäkelter Spitze. Angefertigt von Frau Pálné Zóka 1908. Szenna. RRM S 9 AS. 1. 527

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