Ottományi Katalin szerk.: Régészeti tanulmányok (Studia Comitatensia 30. Szentendre, 2007.)

Ottományi Katalin: A pátyi római telep újabb kutatási eredményei - Die neuen Forschungsergebnisse der römische Siedlung von Páty

besteht aus hart ausgebrannten Schüsseln körnigen Materials, die einen eingezogenen oder waagrechten Rand aufweisen, aus Henkelnäpfen, grauen Schna­belkrügen und Speichergefäßen rauher Oberfläche. Neben der Keramik ist die Zahl der Glas- und Me­tallgegenstände viel kleiner. Die geflügelten Fibeln der vorigen Periode werden durch die einknöpfigen, stark profilierten Fibeln abgelöst. Das letzte Drittel des 2. Jahrhunderts - erstes Drittel des 3. Jahrhunderts: Commodus-Alexander Severus/Gallienus Die Siedlung erlebte ihre Blütezeit in der Severerzeit. Die meisten Terra Sigillaten können vom Ende des 2. bis in das erste Drittel des 3. Jahrhunderts datiert werden (etwa 300 St.). Nach den Markomannenkrie­gen veränderte sich die Bevölkerung. Die Erneuerung der früheren Grubenhäuser kann nur selten beobach­tet werden. Manchmal wurden die früheren eben­erdigen lehmwändigen Häuser mit Steinen umbaut. Es kommt aber am häufigsten vor, dass Steingebäude über die früheren, in die Erde getieften Häuser und Gruben gebaut wurden. In zwei Fällen konnten wir nachweisen, dass die spätere Steinmauer in das Gru­benhaus gegründet wurde. Die Zahl der Grubenhäuser ist kleiner. Auch die ent­deckten Grubenhäuser konnten im Allgemeinen nur teils freigelegt werden, demnach ist ihre Form unbe­kannt. Im Quadranten G/23 hatte das unregelmäßige, N-S-orientierte Grubenhaus abgerundete Ecken und an den Rändern wurde es stufenartig tiefer. Sowohl die aufgehenden Lehmwände als auch die hölzernen Dachkonstruktion brannten ab. Es gab keine Pfos­tenlöcher. Im Profil konnten mehrere Brandschichten beobachtet werden. Nur ein einziges rechteckiges, in die Erde getieftes Haus konnten wir freilegen (Obj. F/5). Der in den Quadranten F/19-20 erschlossene, mit Steinmauern befestigte Keller hatte eine Sonder­form. Gegen Ende des 2. Jh-s kommen auch die ebener­digen Häuser mit Lehmwand und Pfosten- oder Balkenkonstruktion immer häufiger vor. Im Allge­meinen weist nur die stratigraphische Lage für ihre Zeitstellung hin. Einige von ihnen könnten auch in die erste Periode gehört haben. Nur ein einziges Haus konnte beinahe vollkommen erschlossen werden (Quadrant G/17) (ein rechteckiges N-S-orientiertes Haus), bzw. unter dem Steingebäude „H" zeichne­ten sich die Umrisse von drei oder vier Gebäuden ab. Diese Gebäude sind teils von N-S-Orientierung wie das Steingebäude, während die Orientierung der in die andere Gruppe gehörenden Häuser nach Nord­westen davon ein wenig abweicht, wie die Steinmau­er des Gebäudes H/2. In den Quadranten Н/2-За konnten wir auch den gelben Lehmboden des Gebäu­des in Rechteckform beobachten. Das mehrräumige Gebäude war in den Quadranten H/4-a-b-6 von ste­hender Rechteckform. Die in parallelen N-S-Reihen registrierten Löcher konnten zu Pfosten gehören, die das Dach trugen. In den sich in O-W-Richtung zie­henden Pfostenlöchern konnten die kleineren Pfosten der Scheidewände stehen, die das Gebäude in zwei oder mehrere Räume teilten. Diese konnten vielleicht als Speicherräume dienen. An dieser Stelle stießen wir auf die Reste eines ebenerdigen Gebäudes mit Balkenkonstruktion. Die Balken ziehen sich häufig die oben erwähnten Pfostenreihen entlang. Steinbauten: Severische Bauten konnten ca. an 30 Stel­len der freigelegten Fläche beobachtet werden. Zwei von ihnen waren große Steingebäude (F/K und H) und es gab mehrere mittelgroße Gebäude. Die Form konnte schon bei viel mehreren Gebäuden bestimmt werden als in der vorigen Periode. Zugleich gab es zerackerte, aus einer Mauer oder Steintrümmern be­stehende Reste von viel mehreren Gebäuden. Keines der beiden großen Steingebäude können den in Pan­nonién vorkommenden Villentypen zugeordnet wer­den. Meist zeigen sie mit der im Bereich von Aquin­cum nachweisbaren Gruppe linearer Anordnung, bzw. mit Korridor, eine Ähnlichkeit auf. Beide große Gebäude von Páty sind mehrperiodig. Sie bekamen ihre letzte Form nach der Erweiteung, bzw. inneren Teilung der anfänglich einfachen, rechteckigen Ge­bäude, manchmal mit dem Zubau mehrerer Räume. Beide verfügten über einen gepflasterten inneren Hof. Man konnte einen Korridor in L-Form beim Steinge­bäude „F" beobachten. Beinahe bei allen Steingebäuden dieser Periode wur­den severische Sigillaten gefunden, aber sie haben nur einen Terminus-post-quem-Wert. Diese Gebäude existierten häufig weiter, sie wurden im 4. Jahrhun­dert umbaut. Alle wurden gut, aber mit Trocken­mauertechnik gebaut. Im Falle von einigen Gebäu­den wurde nur das Fundament aus Stein gebaut, die Wände waren Lehm- oder Lehmziegelwände. Es kommt vor, dass die inneren Scheidewände aus Lehm gebaut wurden (s. das Steingebäude H, Raum I). Bei den Steingebäuden blieben meist nur die Fundamente erhalten, das Bodenniveau wurde vielmals zerackert. Deswegen konnte wahrscheinlich auch die Bodenhei­zung nicht gefunden werden. In vier Gebäuden konn­ten wir flache Fliesen beobachten, diese könnten zur Bepflasterung der inneren Höfe gedient haben. An einer Stelle gab es einen aufgesprungen Ziegelboden. Reste von Terrazzoboden blieben nur in schlechtem Zustand erhalten. An einigen Stellen stießen wir auf gestampften Lehmboden. Die Gebäude wurden mit Tegulen und Imbrex bedeckt, bei dem Steingebäude F kamen auch die Bruchstücke von tönernen Turm­modellen vor, die zur Beleuchtung dienten. Bei dem Objekt F/22 fanden wir Fenstergläser.

Next

/
Oldalképek
Tartalom