Ottományi Katalin szerk.: Régészeti tanulmányok (Studia Comitatensia 30. Szentendre, 2007.)

Ottományi Katalin: A pátyi római telep újabb kutatási eredményei - Die neuen Forschungsergebnisse der römische Siedlung von Páty

Ofen. Wir legten einen birnförmigen Keramik­brennofen mit zweiteiligem Heizraum (Obj. A/3) aus der Keltenzeit frei. Im Ofen stießen wir auf ver­pfuschte Speichergefäße. Die runden Speichergruben können teils in diese Periode datiert werden. Bevölkerung: Auf die einheimischen Menschen kel­tischen Ursprungs weisen die in die spätrömischen Gräber sekundär gestellten frührömischen Grabstei­ne hin. Auf vier Grabsteinen kommen die Namen von sechs Personen vor. Die Grabsteine sind die Produk­te eines einheimischen Steimetzes. Sie wurden aus demselben Material gemacht. Die Grabsteine wurden nicht aus Aquincum hierher geliefert, sondern sie wurden in einer örtlichen Werkstatt angefertigt, ver­mutlich in der behandelten Siedlung. 2. Jahrhundert - bis zu den Markomannenkriegen: hadrianisch-antoninische Zeit Die einheimische Bevölkerung dieser Siedlung lebte ganz bis zu den Markomannenkriege im 2. Jh. unun­terbrochen fort. Mit der Romanisierung nimmt die Zahl der Bewohner, die den römischen Bautechnik und die römischen Handelswaren beanspruchten, schnell zu. Sprunghaft vermehrt sich die Zahl der römischen Münzen, antoninischen Sigillaten und der eingestempelten, bemalten und grauen römischen Ke­ramik. Dadurch wird das Material, das früher einen keltischen Charakter aufwies, vielfältiger. Objekte: Einige frühere Grubenhäuser und rechtecki­ge, in die Erde getiefte Häuser existieren weiter (F/1, F/6, G/19, H/1), bzw. werden mehrere Wohnhäuser dieses Typs erst zu dieser Zeit gebaut. Im Gegensatz zu der früheren Periode sind sie schon zumeist N— S-orientiert. Bei den Grubenhäusern dieser Periode können die aus Tonziegeln gebauten aufgehenden Wände immer öfter beobachtet werden, obwohl die Lehmwände mit Rutengeflecht an den meisten Stel­len weiterhin vorkommen. Auf ein Satteldach können wir nur beim Grubenhaus F/19-20 schließen, für das die regelmäßge Anordnung der Pfosten kennzeich­nend ist. Die Brandschicht der Markomannenkriege kann an mehreren Stellen beobachtet werden. Eine Gruppe der Häuser ist beinahe von eckiger Form. In der NO-Ecke steht ein Ofen (häufig ein Steinofen). In der O-W-Mittellinie des Hügelhanges standen drei Häuser (Obj. G/21a, 27, 29/3) nebenei­nander. Die in der Mitte der kürzeren O-W-Seite stehenden Pfettenträger hielten das Satteldach. Der Boden war gelehmt. Von der Mitte des 2. Jh-s an tauchen die ebenerdi­gen Pfostenhäuser auf und sie können immer öfter beobachtet werden (s. Obj. G/17). Auch zwei Werk­stätten von unregelmäßiger Rechteckform wurden erschlossen. Zu ihnen gehören Gruben mit Steinen und Eisenschlacke. Schlacke gab es auch in mehre­ren kleineren Gruben (Fläche „F") und Ofen (G/22). Die Keramikherstellung ist ununterbrochen, von zwei Stellen verfügen wir über verpfuschte Stücke. Ofen: Für diese Periode sind schon die halb aus Stei­nen gebauten Ofen römischen Typs kennzeichnend. Es gibt sehr viele Feuerstellen im Freien, ferner Brot­backöfen, usw. Im Falle dieser Objekte kam nur die untere durchgebrannte Lehmschicht vor, überwie­gend auf der Fläche „G". Die Zahl der Gruben verschiedener Funktion wird immer größer. Am westlichen Rand der Siedlung befanden sich Abfallgruben in einem breiten Streifen (ca. 50 m westlich davon beginnt schon das Gräber­feld). In Páty begann auch die erste Periode der Steinbau­ten zu dieser Zeit, also in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts. Wir stießen auf einräumige viereckige, bzw. rechteckige Gebäude und auf mehrere kürzere Mauerstrecken. Die größeren mehrräumigen Gebäu­de tauchen nur nach den Markomannenkriegen auf. Zu dieser Zeit wurde schon der ganze Hügelhang be­siedelt. Auch auf dem früher spärlich bewohnten west­lichen und mittleren Teil werden ebenerdige Häuser und Grubenhäuser, bzw. Steingebäude gebaut. Eine ähnliche Entwicklung kann auch in anderen Siedlun­gen im Bereich von Aquincum beobachtet werden. Nach der Gründung des Munizipiums erscheinen die ersten Villenwirtschaften mit Steinbauten und die vici zu dieser Zeit. Diese sind meist kleine Güter von Veteranen oder munizipialen Leitern, die aus den Reihen der einheimischen Aristokratie stammen. Sie erhielten das Bürgerrecht in der flavisch-trajanischen Zeit, aber hauptsächlich während der Regierung der Kaiser Hadrian und Antoninus Pius. In Páty wei­sen ein auxiliarer Diplom, der Grabstein eines Rei­ters und der Altarstein eines der Soldaten der Legion IL Adiutrix auf die militärische Schicht der über ein Gut verfügenden Bewohner hin, aber keines dieser Denkmäler stammt von der behandelten Siedlung. Im Komitat Pest sind so frühe Villen in der Umge­bung von Pomáz, in Bia, Érd, Leányfalu, Páty, So­lymár, Sóskút, Tárnok, Tök und Zsámbék bekannt. Bei Solymár-Krautacker betonte der Ausgräber, dass es hier nicht um eine Villa, sondern um eine, an der Straße liegende Siedlung der Eingeborenen geht. Da zeichnete sich eine neue Besitzerschicht aus der örtli­chen Aristokratie aus und die Steingebäude gehörten ihnen. In Budaörs-Kamaraerdő, wo sich der vicus aus der Siedlung der Eingeborenen entfaltete, tauchen die Steinbauten ebenfalls Anfang des 2. Jh-s auf. Außer den Keramikfunden keltischen und dakischen Charakters, die im Fundmaterial immer noch über­wiegen, sind die bemalten und eingestempelten Gefä­ße und der immer mannigfaltiger werdende Import­keramikbestand, bzw. die Nachahmungen, für diese Periode kennzeichnend. Das Hauskeramikinventar 231

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