Ottományi Katalin szerk.: Régészeti tanulmányok (Studia Comitatensia 30. Szentendre, 2007.)

Ottományi Katalin: A pátyi római telep újabb kutatási eredményei - Die neuen Forschungsergebnisse der römische Siedlung von Páty

KATALIN OTTOMANYI DIE NEUEN FORSCHUNGSERGEBNISSE DER RÖMISCHEN SIEDLUNG VON PÁTY Páty-Malom-Flur (Komitat Pest). Der Fundort be­findet sich an der südlichen Grenze der Gemeinde Páty, am westlichen Ufer des Füzes-Baches. Da wurde eine Ausgrabung 1997-1999 im Gebiet zwischen der Autobahn Ml und der Straße Nr. 100 durchgeführt. Die Geländebegehung, die mit Hilfe eines Metallde­tektors gemachten Forschungen und mehrere Ausgra­bungen zeugen davon, dass sich diese Siedlung ca. 2 km lang am Bachufer erstreckte. Die Periodisierung der Siedlung, Datierung Bronzezeit: Die Sielung ist mehrperiodig. Der Hügelhang wurde am frühesten in der Mittelbronzezeit von den Trä­gern der sog. Vatya-Kultur besiedelt (1800-1600 v. u. Z.). Etwa zehn Gruben und ein in die Erde getieftes Haus stammen aus dieser Periode. Keltische Eravisken - römische Besetzung: Augus­tus - Julius Claudius-Dynastie (LTD 2 3 - Anfang der Römerzeit) Der frührömischen Siedlung vorangehend hatte eine spätkeltische, von der zweiten Hälfte des 1. Jahrhun­ders v. u. Z. datierbare Eraviskensiedlung in Páty existiert. Die frühesten, aus den 2. und 1. Jahrhunder­ten v. u. Z. stammenden Münzen sind nur von einem Terminus-post-quem-Wert. Aufgrund des Keramik­materials und des Münzumlaufs scheint diese Sied­lung im 1. Jh. n. u. Z. kontinuierlich fortzudauern. Im Leben der Siedlung bedeutete die römische Besetzung um die Mitte des Jahrhunderts keine scharfe Trenn­linie. Die römischen Waren tauchen in der zweiten Hälfte, bzw. Ende dieses Jahrhunders nur langsam auf. Auch die Haustypen bleiben unverändert (runde Grubenhäuser, bienenkorbförmige Speichergruben). Für das Fundmaterial sind die kennzeichnenden LT D-Waren (graphitierte Keramik, in Streifen rot-weiß bemalte Keramik, handgeformte Gefäße) und in ers­ter Linie die in großer Menge anwesende graue, ein­geglättete Ware charakteristisch. Einige Typen aus­genommen lebt die letzterwähnte Keramikart in den ersten zwei Jahrhunderten der Römerzeit weiter. Am dichtesten war die nördliche Hälfte der freige­legten Siedlung bewohnt (Fläche B-C). Hier auf dem nordöstlichen Teil hatte die frühe Siedlung einen wirtschaftlichen Teil mit Speichergruben und Ofen. Der andere dicht bewohnte Teil befand sich auf der Fläche H in der südöstlichen Ecke. Die spätkeltische Siedlung von Páty war keine isolierte, kleine gehöft­artige Siedlung, sondern sie war ein größeres Dorf. Aufgrund der keltischen Münzen und der in Streifen bemalten Keramik kann man eine rege Handelsbezie­hung mit dem auf dem Gellértberg liegenden Oppi­dum annehmen. Die republikanischen und frühkai­serzeitlichen Münzen, bzw. die italische Aucissa-Fibel und die Bernsteinperlen zeugen von der Anwesenheit einer reichen, mit den Römern verbündeten kelti­schen Aristokratie in den Jahrzehnten, als die Gren­zen der Provinz das Gebiet der Eravisken noch nicht erreichten. Die frühesten römischen Waren sind an das Denkmaterial dieser eingeborenen Aristokratie in der Siedlung von Páty zu knüpfen. Das letzte Drittel des 1. Jahrhunderts -Anfang des 2. Jahrhunderts: Vespasian/Domitian-Trajan Da die Siedlung von Páty nicht weit von Aquincum lag, hatte sie mit der Entwicklung der Stadt enge Be­ziehungen. Páty erstreckte sich wahrscheinlich an der von Aquincum nach Savaria, dann nach Poetovio füh­renden diagonalen Straße. Der kontinuierliche Han­del beginnt mit Aquincum und dieses neue Material hilft bei der Datierung unserer Objekte. Der Münz­umlauf ist in der flavischen Zeit ununterbrochen und später, in der trajanisch-hadrianischen Zeit nimmt er zu. Die ersten Sigillaten und sonstigen Importgefäße tauchen auf. Die meisten neuen römischen Gefäße sind Produkte von in Aquincum tätigen Werkstätten. Eine lokale Herstellung kann nur bei der handge­formten und grauen Keramik geglätteter Oberfläche bewiesen werden. (Keramikbrennofen und verpfusch­te Keramik von mehreren Stellen.) Objekte: Die Wohnhäuser dieser Periode sind in die Erde getiefte Gebäude der Eingeborenen. Sie kön­nen von den früheren keltischen und den späteren, Ende des 2. Jahrhunderts zerstörten Häusern scharf nicht abgesondert werden. Die Grubenhäuser (Abb. 115) können rund oder eckig sein. Die aufgehenden Wände könnten einerseits sich auf die Erdoberfläche stützende Zeltdächer gewesen sein (Obj. H/1), ande­rerseits zeugen die ausgebrannten Lehmbewurfstücke mit Astabdrücken von Lehmwänden mit Rutenge­flecht. Der Boden der Häuser war ein gelber gelehm­ter, oder ein schwarzer gestampfter Boden. In den Häusern gab es relativ tiefe Gruben und manchmal einen Ofen. Rechteckges, in die Erde getieftes Haus (Abb. 116). Dieser Typ ist verhältnismäßig seicht. Diese Häuser hatten ein Satteldach, die aufgehenden Lehmwän­den waren von Rutengeflechtkonstruktion. Auch ein Halbzeltdach kann vorgestellt werden. Die Häuser waren O-W-orientiert. Mehrere Pfostenlöcher konn­ten in abwechslungsreicher Anordnung beobachtet werden.

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