Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve XVII. (1991)
Történelem - Cs. Sebestyén Kálmán: A trianoni béke hatása Nógrád megyében
Resümee Kálmán Cs. Sebestyén Die Wirkung des Friedens von Trianon im Komitat Nógrád Der den ersten Weltkrieg abschließende Frieden bedeutete in der ungarischen Geschichte des XX. Jahrhunderts den Anfang von schwierigen Traumata. Über die allgemeinen Erscheinungen hinaus wurde die psychologische Wirkung dadurch erhöht, daß Nógrád ursprünglich wiet von der Grenze lag, aber jetzt ist es zu einem verstümmelten Komitat geworden. Diese Tatsache hat das alltägliche Leben grundsätzlich beeinflußt. Außerdem, daß Verwandte, Freunde, Beknnte zu einem neuen Staat gerieten, drohte auch der alltäglichen Subsisterez der Leute Gefahr. Es betraf das Kleingewerbe, das außer der Erhöhung der Inflation auch mit der Abnahme der Nachfrage kämpfte; das Bauerntum in dem Ipoly-Tal, dessen Felder jenseits der Grenze geblieben sind; aber auch die Administration des Komitats, die außer der Verkleinerung des Gebietes auch der Konkurenz der Flüchtlinge entgegenschauen mußte. In den östlichen hauptsächlich großindustriellen Gebieten des Komitats haben die Unternehmen die Umordnung der Grenzen auch gemerkt. Hauptsächlich wegen des Verlusts der Rohstoffquellen im Oberland kam es bis in die Mitte der 20-er Jahre zu serienmäßigen Arbeiterentlassungen. Allein dem Aufdenbeinenbleiben der Salgótarjáner Steinkohlenbergbau AG drohte es wegen des auftretenden Mangels an Kohle keine Gefahr, aber bei den Nachwirkungen sind immer größere Probleme siet der Mitte des Jahrzehntes auch hier zu bemerken. Für Nógrád bedeutete auch die Spaltung der Eisenbahn, die des wichtigsten Verkehrszweigs, eine schwere Plage. Bis die bedeutenden Strecken der Eisenbahn in Ungarn geblieben waren, gehörten die Knotenpunkte - vor allem Ipolyság und Losonc - zu dem Gebiet des neuen Staates. All diese, infolge des Friedens erschienenen Probleme entfalten sich bis zur Mitte der 20-er Jahre voll, und werden die Weiterentwicklung des Komitats bestimmen.