Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve X. (1984)

Tanulmányok - Régészet - Feld István: Jelentés a salgói vár 1981–83. évi régészeti kutatásáról

RESÜMEE István Feld: Bericht über die Ausgrabung in der Burg Salgó in den Jahren 1981—1983. Die Ruinen der mittelalterlichen Gipfelburg Salgó erheben sich auf einer 625 m hohen Felsenspitze, unweit der Stadt Salgótarján. Ihre Erschließung begann im Zusammenhang mit ihrer Renovierung im Jahre 1981. Während drei Grabungssaisons wurden die Reste der oberen Burg entdeckt und man begann zugleich mit Sondierungen in der unteren Burg. Nach den schriftlichen und archäologischen Angaben wurde die Burg in den letzten Jahrzenten des 13., bzw. in den ersten Jahrzenten des 14. Jahrhunderts erbaut. Ihre Erbauer waren Mitglieder einer Familie des sog. Kacsics —Geschlechts, das im 13. Jahr­hundert zu den größten Gutsbesitzern des Komitates Nógrád gehörte. Die Burg bestand in ihrer frühesten Form aus einem großen Turm (Wohnturm, bzw. Donjon), und aus einem tieferen, ummauerten Hof. Im letzteren befand sich das einfache, kleine Burgtor, dessen zerstörten Details fast vollkommen ausgegraben wurden. Erst seit der Mitte des 15. Jahrhunderts, als die Burg in die Hände der reichen Szapoly ai-Familie kam, wurde die obere Burg weitergebaut. In ihrem westlichen Teil entstand ein dreiteiliges, ein oder zweistöckiges Gebäude. Auch aus dem 15—16. Jahrhundert sind die erhaltengebliebenen bzw. ausgegrabenen Reste der unteren Burg (Zisternen, Gebäudeflügel) nachgewiesen. Die mächtige, sog. italianische Kanonenbastei wurde etwa um 1550 erbaut. Die Türken eroberten die Burg im Jahre 1554, sie wurde dann — unter noch unbekannten Umstän­den — durch eine Belagerung zerstört. Das noch nicht vollkommen bearbeitete Fundma­leriat stammt vorwiegend aus dem 16. Jahrhundert. 264

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