Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 6. (Tata, 1999)
Borhy László–Számadó Emese: Bericht üer die Ergebnisse der archäologischen Gragunben des Jahres 1998 (Szúny-Markplatz und Molaj “A”-Strasse)
Bericht über die Ergebnisse der archäologischen Grabungen des Jahres 1998 (Szony-Marktplatz und Molaj „A"-Straße) László Borhy-Emese Számadó Das Ziel der Freilegungen bestand zum Teil in den weiterführenden Ausgrabungen von 1995 am Südteil der Straße, in der Weiterführung der Forschung in dem ebenfalls 1995 auf der westlichen Seite der Straße gefundenem Gebäude, zum anderem Teil in der Erforschung des Geländes hinter dem Lebensmittelgeschäft des Marktplatzes, wo acht, je 4x4 m große Abschnitte geöffnet wurden und wir auf einer Fläche von 144 m forschten. An dies schloss sich in den letzten Tagen der Arbeiten eine Rettungsgrabung auf dem MolajGelände an. ERGEBNISSE DER AUSGRABUNGEN AUF DEM MARKTPLATZ Die Straßenoberfläche und diese säumende Geschäftsreihe Auf der ca. 3 m (=10 römischer Fuß) breiten Straße legten wir einen insgesamt 9 m großen Abschnitt frei. Die Oberfläche war von großflächigen Steinplatten bedeckt, der ca. 80 cm dicke Unterbau bestand aus festgestamften Lehm- und Schotterschichten im Wechsel. Die nach dem Durchschneiden der Straße zum Vorschein gekommenen Funde - süd- und mittelgallische Sigillatabruchstücke (z.B. Drag. 18/31 CA /dgati?/ gestempelt), pannonische graue Keramik-, gelbe Krug - sowie Räucherschalenbruchstücke aus der Schotteroberfläche der Straße in der untersten Schicht können in die 1. Hälfte des 2. Jhs. v.Chr., in die AntoniusZeit datiert werden, ähnlich bestärkt die Datierung in die Antonius-Zeit das Fundmaterial aus der oberen Schicht. Beim 2. Durchschnitt kamen unter der untersten Schicht des Unterbaus eine frühere, wahrscheinlich planierte Reste einer Schicht zum Vorschein. Das Fundmaterial aus der abwechselnd Schotter- und Tonschicht des Grundmaterials ist in die Zeit des Vespasianus, weiter des Traianus-Hadrianus sowie die letzte Epoche des Marcus Aurelius und der Markomannenkriege zu legen. Die Steinplatten wurden erst danach gelegt, was die Denare aus der Zeit des Kaisers Septimus Severus (193-211) belegen. Es ist auch gelungen die Fortsetzung des 1955 freigelegten, auf die Steinplatten der Straße herabgefallenen Freskotrümmer zu finden. Als Ergebnis der Freilegungen stellte sich heraus, dass westlich der Straße diese eine 4x4 m große Räumlichkeitgruppe begrenzte, von denen drei archäologisch zu greifen 156