Kiss Vendel: Végvári élet Tatán. Kuny Domokos Megyei Múzeum, Tata. Kiállítás a tatai várban. 1992. október – 1993. április.
Die Besatzung schloss sich bei zwei Anlässen 1605 und 1620 der ständischen Bewegung unter István Bocskai bzw. dem Fürsten von Siebenbürgen Gábor Bethlen an. Am Ende des Jahrhunderts, im Jahre 1683 ergreifen die Soldaten des zur Eroberung Wiens ziehenden Großwesirs Kara Mustafa Besitz von der Burg. 1685 gelangte sie erneut in die Hände des Königs, aber während den erfolgreichen Rückeroberungsfeldzügen der folgenden Jahre verliert das Grenzburgensystem seine Funktion und militärische Bedeutung. Führung durch die Ausstellung Im ersten Teil der Ausstellung zeigen wir die typischen, im Krieg gegen die Türken verwendeten Waffen. Nach einer die Lage Tatas im Grenzburgensystem darstellenden Karte sowie einem Tata abbildenden Stich von Georg Houfnagel aus dem 16. Jahrhundert ist eine Paraderüstung aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts zu sehen. In der Periode nach der Schlacht bei Mohács verschwand aus der Bewaffnung des ungarischen Heeres die Rüstung der schweren Reiterei, aber zu festlichen Anlässen und bei Ritterturnieren wurde sie noch bis zum Ende des Jahrhunderts benutzt. In der ersten an der Wand angebrachten Vitrine stellen wir die typischen Hieb- und Stichwaffen der in Ungarn kämpfenden Söldner vor. 1. Zweischneidiges Schwert; 2. Katzbalger; 3. Bidenhander; 4. Degen; 5. Schiavona; 6. Schwert. In den nächsten zwei Vitrinen sind europäische und türkische Büchsen aus dem 16./17. Jahrhundert zu sehen. 1. Radschloß, 2. Rad- und Luntenschloß, 3. Luntenschloß. Die vierte Vitrine zeigt die Waffen der ungarischen Besatzungen des Grenzburgensystems. Hier sehen wir die charakteristischen Typen ungarischer Säbel (6.,7.,8.), Streitkolben (2), Streitaxt (4), Panzerstecher (1), eine alte Waffe, das sog. Bauernschwert (5), sowie den ein Rangabzeichen darstellenden Streitkolben (3). Unter den ausgestellten Waffen ist der Säbel Nr. 8, in dessen Klinge der Meister den Kaiser Leopold I. und die Kurfürsten eingravierte. In der zweiten Vitrine vom Eingang ausgehend sind die Verdeitigungswaffen der schweren Reiterei Westeuropas zu betrachten. In der folgenden Vitrine sind drei verschieden Typen der zu dieser Zeit gebräuchlichen Pistolen zu sehen, zwei europäische, eine östliche. 31