Kiss Vendel: Végvári élet Tatán. Kuny Domokos Megyei Múzeum, Tata. Kiállítás a tatai várban. 1992. október – 1993. április.

Danach sieht der Besucher eine kleine Auswahl östlicher Säbel, neben der Vitrine haben wir versucht die Bewaffnung eines östlichen­türkischen Reiters vorzuzeigen. In der letzten Vitrine sind die Helmtypen der ungarischen leich­ten Reiterei, die von den Husaren genutzten zu sehen (1,3), und den sich daraus entwickeinten Dragonerhelm (2) und den mit einem Pickel versehenen, im allgemeinen von den Fußtruppen benutzten Helm. An den Wänden fanden die Darstellungen der typischen Solda­ten dieser Zeit und Stiche von Burgen unweit Tatas ihren Platz. Neben den Komárom darstellenden Stich ist das Modell eines Donauschiffes zu sehen. Der zweite Teil der Ausstellung beginnt mit zwei Stichen, die den Sturm auf Tata 1594 sowie den die Belagerung leitenden Großwesir Sinan zeigen. Auf den Gestellen können wir verschiedene leichte Schußwaffen dieser Periode betrachten, Kanonen, Mörser, und Ha­kenbüchsen. Das Interessanteste der Ausstellung ist die zum Zerstören des Tores bei einer Belagerung dienende Petarde. Während der Rückeroberung Tatas am 23. Mai 1597 in den Türkenkriegen be­nutzte General Miklós Pálffy diese Waffe das erste Mal. Das interna­tionale Echo auf die Rückeroberung der Burg war groß, dies bezeugen die über den Sturm angefertigten Stiche sowie eine Ausgabe der Nürnberger Zeitung aus dem Jahre 1597. Ein Bild des den Sturm an­führenden Miklós Pálffy ist an der Wand gegenüber des Einganges zu sehen. Daneben auf beiden Seiten ist die Rückeroberung Gyors 1597 und eine Darstellung des Herzoges Adolf Schwarzenbergs zu finden. Győr wurde ähnlich wie Tata 1598 von Pálffy und Schwarzenberg von den Türken zurückgewonnen. Im letzten Teil der Ausstellung versuchten wir die alltägliche Stimmung des 16./17. Jahrhunderts mittel einem ungarischen und türkischen Interieur zu vermitteln. Das schönste Stück des ungari­schen Interieurs ist die Renaissancetruhe aus dem 16. Jahrhundert. Auf der Truhe befindet sich der Krug der 1674 gegründeten Metzger­zunft Tatas. Im östlichen Interieur verdienen der Stuhl mit Perlmuttintarsien sowie Koranhalter unsere Aufmerksamkeit sowie die an der Wand angebrachten Jatagáné. In einer der Vitrinen sind im Zuge der Burgausgrabungen zum Vorschein gekommenen Gebrauchsgegenstände, in der anderen da­gegen türkische Kupfergefäße ausgestellt. Die Ausstellung findet ihren Abschluß mit Stichen über die Burg aus dem 17. Jahrhundert.

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