Kisné Cseh Julianna (szerk.): Annales Tataienses III. Régészeti adatok Tata történetéhez 1. (A Tatán 1999-ben megtartott tudományos ülésszakon elhangzott előadások anyaga). Mecénás Közalapítvány, Tata, 2003.
Bíró Endre: Brigetio katonavárosi falfestmény régészeti renkonstrukciója
Die archäologische Rekonstruktion der Wandmalerei von Brigetio-Soldatenstadt Endre Bíró Die archäologische Rekonstruktion der in Soldatenstadt (canabae) von Brigetio zum Vorschein gekommenen Wandmalerei aus dem 2. Jh. ist daher beachtenswert, weil bisher die einzige solche Rekonstruktion ist, die in mehreren tausend Bruchstücke gefunden und trotzdem ein Zimmer mit seiner Decke zusammengesetzt und in einem Museum ausgestellt wurde. Das Gebäude wurde unter den Markomannenkriege (167-180) zerstört. Die Fundrettung konnte nur ein - wegen der näheren Gebäude und der Strasse - begrenztes Gebiet umfassen, wo 7-8000 Wandmalereibruchstücke mit Darstellungen von Figuren zum Vorschein kämmen aber das römische Gebäude nicht freigelegt wurde. Die vermischte Bruchstücke wurden nach erster Ansicht in sechs Gruppen aufgeteilt: 1. in gelben und roten Felder mythologische Szenen 2. Szenen mit Figuren auf schwarzem Grund 3. Pflanzenornament auf schwarzem Grund 4. grossförmige Szenen mit Figuren 5. auf eine bogenförmigen Decke hinweisene Netzornament 6. auf eine Decke hinweisene stilisiertes Ornament Die Bruchstücke wurden erst in 1961 im Ungarischen Nationalmuseum vollständig ausgebreitet und dann habe ich angenommen, dass grösster Teil von ihr zu einem Saal gehören musste und der Festzug der Aphrodite Teil eines Frieses war. Es war sehr wahrscheinlich, dass sich an der erheblichen Wandfläche unter dem Friese in gelben und roten Felder die mythologische Szenen befanden. Die Quantität der Bruchstücke zeigte, dass aus diesen Darstellungen mehr zusammensetzbar wäre. Nach der Sortierung (zu Seitenwände und Decke gehörener Bruchstücke) des Materials bemühte ich mich zuerst die Zusammenhänge der Wände zu bestimmen. Ich sonderte die Stücke der roten und gelben Felder in eine Gruppe, in eine andere die dazugehörigen Bruchstücke mit mythologischen Szenen und zu diesen gehörige Marmor nachahmene Sockelteile. Es hatte bei der Sortierung der Stukkaturen herausgestellt, dass sich ein Teil der angestrichenen Stücke bog. Wir konnten den Saal mit seiner Decke, weil ein Teil der Decke Daubedecke gewesen war, zusammensetzen. Das war eine glückliche Möglichkeit, weil die bei römischen Wandmalereien sehr selten vorkommt. Die schwierigste Aufgabe war aber die Zusammensetzung der mythologischen Szenen, weil von den nur 20-30 % übrigblieb. Ich konnte nach 9 Monaten gewiss behaupten, dass die Bruchstücke zu einem Saal gehören. Zehn mythologische Szenen wurde von mir Zusammengesetz. Wahrscheinlich noch 2-3 gehörte zur Wandmalerei, die aber wegen den zu wenigen Bruchstücke nicht mehr zusammensetzbar waren. Das war die erste Phase der Rekonstruktion, in welcher ich die genaue Stellen der Türen bestim142