Borhy László szerk.: Acta Arheologica Brigetionensia. A római kori falfestészet Pannóniában. Komárom, 1998.

A konferencia előadói és résztvevői - 2. Brigetio falfestészete - László Borhy (Budapest): (FO: Komárom/Szőny-Vásártér, Ungarn) freigelegten römischen Wandmalereien

BERICHT ÜBER DIE ZWISCHEN 19924996 IN BRIGETIO FREIGELEGTEN RÖMISCHEN WANDMALEREIEN nach einer hellenistischen Wandmalerei verfertigten römischen Fußbodenmosaik erwähnt, die die springenden, herunterfallenden Pferde in abwechslungsreichen Positionen, den Regeln der perspektivischer Kürzung entsprechend darstellt. 36 Es ist den qualitätsvollen kün­stlerischen Kenntnissen des Malers der Deckenmalerei von Brigetio-Vásártér zu verdanken, daß er das in Musterbüchern zu seiner Verfügung stehende Repertoir frei verwenden, in großfiguriger Darstellungsweise verwirklichen und es den Ansprüchen - bzw. dem Geschmack - des Bestellers ensprechend umgestalten und erneuern wagte. Die Rasse des Pferdes kann trotz der realistisch wirkenden Darstellung nicht näher bes­timmt werden. Es handelt sich dabei eher um ein idealisiertes Zuchtpferd mit edlem Pedigree." Genauso idealistisch sind die Teile des Zaumzeuges bzw. die dargestellten Riemenverteiler und Beschläge (Abb. 8.), die in der hier dargestellten Anordnung unbrauchbar und sinnlos erscheinen. Archäologisch lassen sich nur einige Elemente erfassen: so z.B. konische Phaläre über der Nase, und einige Beschläge, von denen der tropfen- oder herzförmige Beschlag fast realistisch zurückgegeben wird. Am besten ist dieser Beschlagtypus in Pannonién aus dem Hügel 2 von Inota im Falle eines Zugpferdes bekan­nt, der als Verteiler der Stirn- und Maulriemen funktionierte. î8 Daher sollte aber im Falle des auf dem Wandgemälde dargestellten Pferdes auf keinem Fall um ein Zugpferd handeln. Es kommen im selben Grabhügel von Inota (Nr. 2) auch andere, auf unserem Wandgemälde ebenfalls sichtbaren Zaumzeugteile vor, die diesmal zu einem Reitpferd gehören: dieses zeigt Maulriemen, Beschlag am Nasensattel, die auch in Brigetio vom Maler - zwar nicht an die richtige Stellung - angebracht wurden. 59 Diese Anomalie, die zwischen Darstellung tatsächlich existierender Pferdezaumzeugteile und Mißverstehen ihrer Funktion und der richtigen Stellung, weiterhin Verwechslung der Spannung Zug- und Reitpferde zur Geltung kommt, kann nur mit Mängel an genauen Kenntnisse über Pferdespannen und Pferdereiten des sonst über ausgezeichnete künstlerische Fähigkeiten verfügenden Malers erk­lärt werden: er als Künstler hatte eher Interesse für die Anatomie, Bewegung, Kürzungen des Pferdes in der perspektivischen Darstellung, als für die kleinen - und für den Betrachter gar nicht so auffallenden - Details der doch dargestellten Zaumzeugteile. 40 56 B. Andreae, Das Alexandermosaik aus Pompeji. Recklingshausen 1977, 49, Taf. 6: steigendes Pferd; 59, Taf. 11: von hinten in Kürzung, mit zurückgewendetem Kopf. S. noch in Ostia in der Casa degli Aurighi: Reiter aufsteigendem Pferd, Hirsch mit zurückgewendetem Kopf: Borda a.O. (Anm. 9) 305. - 3. Jh n.Chr. " Ich verdanke die paleozoologische Beschreibung des Pferdes meinem Kollegen Herrn Dr. Univ.-Doz. L. Bartosziewicz (Insitut für Archäologiewissenschaften der Eötvös-Lorand-Universität, Budapest) 38 S. Palágyi, Über Pferdgeschirr und Jochrekonstruktionen von Inota. in: Studien zu den Militärgrenzen Roms III. Stuttgart 1986, 389 f.; Abb. 3, 2. 9. 15. 20; Abb. 7, 2. 3. '"ebd. S. 396, Abb. 7. 1. 40 S. detaillierter bei L. Borhy, Wandmalereien aus Brigetio (Komárom/Szőny - Vásártér) und der Grabhügel 2 von Inota. - A Komárom/Szőny-Vásártér lelőhelyen talált római kori falfestmények és kapcsolatuk az ino­tai 2. számú halomsírhoz. Akten der 4. Internationalen Tagung über römerzeitliche Hügelgräber, Veszprém 10-15. September 1996. BalK 5, 1997, 161-169. Zur Darstellung des tropfen oder herzförmigen Beschlages s. das Pferdgeschirr SAQX aus Illerup Adal in C. v. Carnap-Bornheim - J. Ilkjaer, Illerup Adal: die Prachtausrüstungen, Bd.5. Aarhus 1996, 39f. 86 «AR .El CA-BRIGETIONENSLA

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