Borhy László szerk.: Acta Arheologica Brigetionensia. A római kori falfestészet Pannóniában. Komárom, 1998.
A konferencia előadói és résztvevői - 2. Brigetio falfestészete - László Borhy (Budapest): (FO: Komárom/Szőny-Vásártér, Ungarn) freigelegten römischen Wandmalereien
BERICHT ÜBER DIE ZWISCHEN 19924996 IN BRIGETIO FREIGELEGTEN RÖMISCHEN WANDMALEREIEN durch den Zustand beider Wandmalereiengruppen bekräftigt werden, da sich das Deckengemälde - das unterhalb, sozusagen „im Schutz" der wasserdichtem, aus den luftgetrockneten Lehmziegeln der aufgehenden Mauern entstandenen Lehmschicht lag - sich unserer Erfahrung nach größtenteils ergänzen läßt, während die zur Seitenwand gehörenden Kompositionen nur kleinere zusammenhängende Flächen ergeben. Sie lagen - wie oben erwähnt - unmittelbar unterhalb des bis zum Jahrhundertenbeginn landwirtschaftlich bebauten Ackerlandes und sind mehr als die tiefer liegenden Schichten des Deckengemäldes beschädigt. Die Kompositionen, die infolge der Restaurierung bis Dezember 1996 zusammengestellt wurden, lassen sich im aktuellen Stand wie folgt zusammenfassen. 2.2.1. Die Dekorationen der Seitenwänden Den Seitenwänden sind diejenigen Fragmente zuzuschreiben, die einerseits im Gegensatz zu den Fragmenten mit leicht gewölbter Fläche, die zur Decke gehörten, eine flache Oberfläche aufweisen, andererseits sich in die weitgehend geklärte Komposition der Decke nicht einfügen lassen, weiterhin die von der Technik der Deckenmalerei (al secco) abweichende Freskotechnik aufweisen. Im jetzigen Stand der Restaurierung sind große, rote Flächen mit kleinen blauen, kreisförmigen und viereckigen Motiven zusammengestellt, die durch in dunkelblauem Hintergrund dargestellten Motive (Abb. 4.) vermutlich in Panells geteilt werden. Die Breite des dunkelblauen - beinahe schwarzen - Hintergrundes zwischen den cca. 0,5 cm schmalen wiessen Leisten, die beidseitig von je einem cca. 6,5-7,5 cm breiten gelben Streifen begleitet und von den roten Panels wieder durch die 0,5 cm schmalen weissen Leisten getrennt werden, beträgt 38,5 cm. Der Kandelaber wird mit grünen Blättern und weißen bzw. roten Ergänzungsfarben dargestellt, Ob in der Mitte der roten Panells jenseits der gelben Trennungsstreifen kleinere, mit figürlichen Motiven dekorierte Bildfelder 6 zu erwarten sind, ist bisher nicht nachweisbar. Es sind noch weitere Motive, wie eine mit rotem und grünen Band verzierte Säule, Fragmente von lebens- bzw. überlebensgroßen Porträtköpfe bzw. Körperteile, deren Restaurierung noch keine weiteren Resultate ergeben hat, zu erwähnen. 7 2.2.2. Die Dekoration der Decke Das Deckengemälde stellt bis jetzt die am meisten bekannte und im größten Umfang restaurierte Wandmalerei des Raumes im Schnitt E13 dar. Die Decke war gewölbt, aber aus der bisher restaurierten Komposition geht noch nicht hervor, ob es sich hier um ein Tonnengewölbe, um eine Kuppel oder Pseudo-Kuppel (d.h. um eine am Rand flache, bloß in der Mitte tondoartig erhöhte) Decke handelt. 8 6 S. bei Bíró 1993 (Anm. 3), bei den Wandmalereien aus den cannabae von Brigetio in diesem Band. 7 Diese Motive können noch nicht in ein Bildprogramm hineingefügt werden. Die Köpfe stellen vielleicht Jahreszeitenpersonifikationen dar. Ob sie alle zu diesem Raum gehörten oder zu anderen von den nachbarliegenden Räumen, kann noch nicht entschieden werden. 8 H. Joyce, The Decoration of Walls, Ceilings, and Floors in Italy in the Second and Third Century A.D. Roma 1981. 80 ACTA •ARCHAELOGICA "BRK ü N -. \