T. Bereczki Ibolya szerk.: Gyermekvilág a régi magyar falun: Az 1993. október 15–16-án Jászberényben és Szolnokon rendezett konferencia előadásai – A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok közleményei 50. (1995)
Lanczendorfer Zsuzsanna: A gyirmóti gyermek élete a XX. században
Das Leben des Kleinkindes in Gyirmöt im 20. Jahrhundert - Eine vergleichende ethnographische Untersuchung von drei Generationen In meiner Studie habe ich das Leben der Kinder auf dem Lande von der Geburt bis zur Schule untersucht. Der Ort meiner Studie, Gyirmót (in Nordungarn), hat viele örtliche Traditionen. Ich habe zwischen 1985-1989 das Leben von sechs Familien untersucht. In diesen Familien wohnten drei Generationen zusammen. Meine Studie stellt vor, was es fur Unterschiede in der Familienplanung und Kinderpflege der drei Generationen (I: 1907-1926, II: 1932-1952, III: 1964-1978) gab, und bei welcher Generation eine wesentliche Veränderung im Vergleich zu den Sitten der Vorfahren geschieht. Ich habe die Angabensammlung und die Aufarbeitung je Altersgruppen der Kinder gemacht. Zu meiner Untersuchung habe ich Interviews, Familienfotos, Matrikel und Sanitätsstatistiken benutzt. Einige Konklusionen der Untersuchung: 1. Infolge der offiziellen Kinderpflegeberatung und des zunehmenden Wohlstandes veränderte sich die Kinderernährung, verbesserten sich die Hygieneumstände (eigenes Bett, Eßbesteck). 2. Die Eltern erziehen weniger Kinder, damit die Kinder „alles" bekommen können. 3. Die Kindergartenerziehung läßt die lokale, regionale Kultur verschwinden. 4. Im Fall der zusammenlebenden drei Generationen gibt es mehr Möglichkeiten, die Kenntnisse zu übergeben, zu tradieren. Die Jugendlichen wissen mehr über die Kindererziehung früherer Zeiten. 242