Gecse Annabella et al. (szerk.): Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 18. (Szolnok, 2009)

Néprajz - Romsics Imre: A juhászok legeltetésének rendje Homokmégyen a XX. században

Tisicum XVIII. Imre Romsics Die Abtreibungsordnung der Schäfer im 20. Jahrhundert in Homokmégy Die Studie stellt einen Teil der Schafzucht der östlichen Feldmark des historischen Kalocsa, des späteren Homok­mégy, die Bauernwirtschaft des Schäfers János Bényi in den Mittelpunkt stellend, vor. Neben der Jahres- und Ta­gesordnung der Abtreibung werden auch die Fragenkreise der Winterung und der Fütterung behandelt. Die Studie zieht zwar die Veränderungen des 20. Jahrhunders unter die Lupe, die beschriebenen Vorgänge sind aber auch für die früheren Jahrhunderte charakteristisch, zahlreiche Elemente dehnen sich auch bis zur Zeit der Landnahme zurück. Neben der Beschreibung der in der Bauernwirtschaft von János Bényi erfolgten Veränderungen entfalten sich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Haltungstypen, die sich an je andere Lebensweise schließen. In der Jahresordnung der Abtreibung werden vier Zeitpe­rioden unterschieden, die von den zur Verfügung stehen­den Weiden eingegrenzt werden. Im Frühjahr beging man die Brachfelder und die jungen Gräser um die Quartiere. Im Sommer wurde auf den Wegen und den Ufern der Kanäle abgeweidet und die Abtreibung wurde auch zum Salzboden schlechter Qualität gezwungen. Ab der Abtreibung der auf den Stoppelfeldern wachsenden Gräser wird die Herbst-, nach deren Verzehrung, ab dem Umzug auf die äußeren Weiden die Winterperiode gezählt. Die Winterweide sonder­te sich auch räumlich von den sich mosaikartig aneinander schließenden Frühjahr-, Sommer- und Herbstweiden ab. Bei der Tagesordnung der Abtreibung werden die Sommer­und die Winterordnung voneinander getrennt, die durch die Bestehung der Melkung unterschieden werden. Ab Mitte Mai bis Anfang September dauerte die Melkungssaison, diese Zeit wird als Sommerperiode, die davon ausfallende als Win­terperiode betrachtet. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts blieb eine extensive Züchtungsweise erhalten, in deren Rahmen ausschließlich die Mütter gefüttert wurden. Im Winter lief auf den natürli­chen Gräsern der tief liegenden äußeren Weiden und Wie­sen großer Ausbreitung der Abtreibung, wo die Weiden der Geflügel sekundär nutzbar gemacht wurden. Die Schäferei wurde immer hinter den Ackeranbau und die Züchtung der Geflügel verdrungen, sie durfte einfach diesen unterworfen betätigt werden. 394

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