Tárnoki Judit szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 19. (2009)

Történettudomány - Berta Ferenc - A Nemzeti mozgó 1922 - 2002. Fejezetek a szolnoki mozgók történetéből

Tisicum XIX. Ferenc BERT A Der szolnoker Kinematogrammspektakel-Kapitel von der Geschichte des Kinos Resüme Der Mensch war immer neugierig von Natur aus. Die Fixie­rung der gesehenen Gegenstände durch Bilder beschäftigte ihn Jahrehunderte lang, und als es zu verwirklichen war, zer­brach man sich gleich über die Fixierung der Bewegung den Kopf. Man fand alles mögliche Art und Weise heraus, um mindestens die Illusion der von ihm gesehenen Bewegung zu schaffen. Bemalte Bilder, dann später positive Kniestü­cke wurden auf eine bewegbare Fläche projiziert. Dann kam das Laufbild an und die Träume konnten verwirklicht werden. Man fixierte die sich in der Bewegung vollgezogenen Ereig­nisse der Wirklichkeit. Von damals an dauerte es nur noch einen Schritt bis zur Fixierung der von dem Menschen fest­gemachten Ereignisse und der von ihm herausgefundenen Handlungen und so wurde das klassische, das echte Kino geboren. Das erste Kino wurde eigentlich da geboren, als die erste Eintrittskarte verkauft wurde. In Szolnok kam das erste Kino im Jahre 1897 am Hüh­nermarkt zustande. Von damals an bezauberte es - wenn auch schon Zeitabschnitten nach - das Publikum im Hof des Cafés und Gasthäuser. Trotz seines gepfefferten Prei­ses wollten sich alle am sich auf der Leinwand bewegen­den Wunder beteiligen. Im Jahre 1912, zu gleicher Zeit mit der Eröffnung des ersten Szolnoker Steintheaters, öffnete das erste ständige Kino seine Türen, wenn es gerade keine Theateraufführung gab. Der richtige Durchbruch bedeutete die Übergabe des National-Kinos, das im großen Saal des National-Hotels errichtet wurde. Das National-Kino öffnete also am 9. Dezember 1922 (Samstag) seine Türen. Der Titel des projizierten Filmes war „Theodora". Mit der Vorstellung des am italienischen Filmfest den ersten Preis gewonnenen Filmes wurde das National-Kino zum Premierekino und es ist 80 Jahre lang auch das geblieben. Dann begann die mal freudenreiche, mal stürmische Ge­schichte der Einrichtung in Szolnok. Sie überlebte die Nach­phase der Wirtschaftskrise, eine richtige Friedenszeit, den Zweiten Weltkrieg, eine Verstaatlichung, den Zwang der po­litischen Propaganda viele Jahre lang, dann wurde sie priva­tisiert und in ihrem 80. Lebensjahr ging sie in Ruhestand. Zu dieser Zeit wechselte das Kino mehrmals seine Inhaber, es war aber immer im Dienste des Publikums tätig. Es wurde umgebaut und erneuert. Es wurde vom Publikum mal be­schimpft, mal geliebt, aber immer vermisst. Es hatte eine Zauberkraft und sein Zauber wurde nicht nur auf der Leinwand vollgezogen, sondern auch in den Seelen der Menschen. In der Studie können wir bis zum Ende verfolgen, wie sich der vom Hintergrund aus regulierte Geschmack der Leute und ihre Schwärmerei für die Staren und die Programmpo­litik der Filmvertreibenden verändern. Was die sechs Mie­ter für das Kino und dadurch für das Publikum getan haben und wie der Kinoraum zum beliebten und populären Saal der Stadt Szolnok geworden ist. 536

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