Tárnoki Judit szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 19. (2009)

Régészettudomány - Cseh János - Kereskedelmi áru importált mázas kerámia a Kr.u. 4-6. századból kengyeli lelőhelyeken (Baghy-homok és Kengyelpart I)

Tisicum XIX. János CSEH Importierte, glasierte Keramik als Handelsware aus den 4-6. Jahrhunderten in Fundstellen von Kengyel (Baghy-homok és Kengyelpart I) Resümee Die Veranlassung zur Verfassung dieser Arbeit bat uns eine serbische Monographie, deren Untersuchungsthema die spätrömische und frühmittelalterliche glasierte Keramikkunst der mittelbalkanischen Provinzen bildete - mit Aussicht auf Europas anderen Regionen. Aus den Siedlungsgrabungen aus den 4-6. Jh. nach Chr. rund um Kengyel-Baghy major (Komitat Jász-Nagykun-Szolnok) kamen in drei Fundstellen solche Keramikensembles zum Vorschein, in denen charak­teristischer Weise die kleineren Bruchstücke dominierten. In dem archäologischen Fundmaterial von Kiss-tanya, Baghy­homok und Kengyelpart I sind insgesamt zwei Dutzend (24 Stück) Scherben präsent, die von Herbst 1990 bis Frühling 1995 ans Tageslicht kamen. Die meisten fand der Verfas­ser in der letztgenannten Fundstelle als Streufunde oder in der Füllung von Gruben. Sie bilden mehr oder weniger drei chronologische Gruppen in einer Zeitspanne von dem letzten Viertel des 4. Jahrhunderts bis zum mittleren Drittel des 6. Jahrhunderts nach Chr. Die frühen Fundstücke können am sichersten bestimmt werden (Reibschüssel, Mortarium), bei den späteren Stücken sollen hier eine Formvariante (Flasche und Henkelkrug?), sowie die Ziermotive hervorgehoben wer­den (Zahnrad-/küchenrädchenartige und einfache eingeritzte Motive). Die Farbe der Bleiglasur, die des Öfteren die äußere Oberfläche bedeckte, ist bräunlich, gelblich und grünlich. Es muss unbedingt erwähnt werden, dass in den letzten Zeiten bei den Ausgrabungen in der naheliegenden Rákóczifalva auch glasierte Fragmente zum Vorschein kamen, die in die Mitte des 5. Jahrhunderts n. Chr. datiert werden können. Diese Scherben scheinen die Handelsbeziehungen der hun­nenzeitlichen und frühmerowingerzeitlichen Mittel-Theißge­gend zu zeigen, und zwar einerseits in westlicher (Pannónia), anderseits in südlicher Richtung, bis zu den byzantinischen Gebieten. In diesem letzteren Raum stellten die Töpfereien noch in 6. Jahrhundert nach Chr. mit Sicherheit glasierte Gefäße her, wie oben dargestellt wurde, auch für entfernte Gegenden, also für die Bewohner der barbarischen Gebiete. | 332

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