Benedek Csaba – H. Bathó Edit – Gulyás Katalin – Horváth László – Kaposvári Gyöngyi szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 14. (2004)

Die Liebessymbolik der Gestanzle Des Volkes Csángó aus der Moldau

MELINDA BOGDÁN DIE LIEBESSYMBOLIK DER GESTANZLE DES VOLKES CSÁNGÓ AUS DER MOLDAU Warum ist diese Arbeit, deren konkretes Ergebnis der Leser in der Hand halten kann, nützlich? Ob diese Fol­gerung eigentlich ein Ergebnis hat? Wir können von der Grundfrage, die uns zur Ausfüh­rung der Untersuchung bereit gemacht hat, auskommen: ob die lyrischen Gattungen, innerhalb deren die Gestanzle, eine symbolische Bedeutung haben. Kann es von irgen­deiner Symbolisation im Falle dieser Gattung gesprochen werden, oder wäre es lauter Irrtum, festzustellen, dass irgendeine symbolische Sprache, die zwar nicht von allen zu verstehen wäre, zufällig hier funktionieren würde. Auch das gehört ja zu ihrem Funktionskreis: vor den Augen der Uneingeweihten den geheimnisvollen Inhalt zu ver­stecken, denn er wird durch das Verbot des Tabus regu­liert, offen ausgesprochen zu werden. Meiner Vermutung nach gibt es die symbolische Sprache: die Texte lesend wird es bewiesen, dass die Bilder viel unklarer und wirrer zu sein scheinen, wenn man bloß ihre wortwörtliche Bedeutung in Betracht zieht. Im Laufe der Untersuchung stellt es sich zugleich aus, wie einheitlich diese symbolische Sprache ist, wir finden da nicht eine wirre Gemischtheit der Symbole, sondern ihr einheitliches System. Wenn das Dasein dieser Symbolisa­tion angenommen wird, ist es klar zu sehen, dass sie betont erotischen Charakters ist. Die einzelnen Elemente des sich herauszeichnenden Symbolsystems (Pflanzen, Tiere, die Elemente des Raums und der Zeit, Handlungen, Töne, Farben) gruppieren sich um ein zentrales Thema, und, wie es sich aus der Untersuchung herausstellt, konzentrieren sich alle davon auf einen gemeinsamen inhaltlichen Kern, ermöglichen sie diesen auszusprechen. Der Verfasser versucht, dafür zu argumentieren, warum es nicht unnützlich ist, solche Untersuchung auszuführen. Die Symbolanalyse ist einer der heiklen Bereiche der Folkloreforschung, Viele machen einen darauf aufmerk­sam, dass man mit den Erklärungen und Interpretationen vorsichtig umgehen sollte. Es ist klar, warum Andere sich solchen Untersuchungen widersetzen: die Interpretation der Symbole braucht gründliches Wissen und Belesenheit. In vielen Fällen sind diese nicht einmal ausreichend, die zur Verfügung stehende Fachliteratur ist ja eng, deshalb kann der Analyser seine eigenen Ansichten, Bemerkungen und Folgerungen nicht immer richtig begründen. So können diese Bemerkungen schon — wenn der begeisterte Forscher nicht vorsichtig genug ist — ohne Hinterfeld und Begründung zur Analyse kommen, und die Arbeit kann so an ihrem Wert leicht verlieren. In der Studie ist in vielen Fällen auf die verschiedenen Werke von Béla Bernáth, die in großem Teil den Kreis des untersuchten Gebietes, den der Liebessymbolik behan­deln, bezogen worden. Das Analysemodell von Bernáth wird von Vielen abgelehnt, weil seine Interpretationen oft zu übertrieben seien, wenn sich irgendein Bild im Folk­loretext aufwerfe, sehe er darin eine sexuelle Bedeutung. Die andere Schwäche seiner Werke sei der Mangel an Systematisierung, es gebe, oder nur sehr selten, abgeson­derte thematische Kreise, diese seien auch nicht umgrenzt genug. Es wäre schwer, im Text nach etwas zu suchen, alle seiner zu diesem Thema gehörenden Studien seien ein Netz der Untersuchung von komplexen Bildern. Sein Erfolg ist dennoch darin zu sehen, dass er versucht die Symboluntersuchung dieses Themenkreises auszurichten (zu beginnen), er versucht zugleich unzählige Bilder zu interpretieren, was Andere nicht unternommen haben. Es kommt in den Werken ähnlichen Charakters von anderen Verfassern mehrmals vor, dass sie ohne den Anspruch der Systematisierung, willkürlich einige Bilder, Motive aus­wählen, um sie zu untersuchen, ohne mit der Forschung weiterzuschreiten. Zur angegebenen Untersuchung gab die Studie von Bernáth die Grundidee, der Verfasser versuchte sie dann weiterzuführen, in die Systematisierung eine Ordnung zu setzen und zu dieser mit einem überblickbaren Grund zu dienen. Deswegen wurde eine Gattung, das s. g. Tanzwort gewählt, das nicht nur mit den früher analysierten Volks­liedertexten eng verbunden ist, sondern auch kurz und der Gelegenheit viel angeschlossener ist. 242

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