H. Bathó Edit – Kertész Róbert – Tolnay Gábor – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 11. (1999)

Géza Szabó: Die diffuse Beziehung unter den Regionen Europas im 18-19. Jh.: Hafneröfen vom deutschen Typ aus Südtransdanubien

GÉZA SZABÓ DIE DIFFUSE BEZIEHUNG UNTER DEN REGIONEN EUROPAS IM 18-19. JH.: HAFNERÖFEN VOM DEUTSCHEN TYP AUS SÜDTRANSDANUBIEN In den vorigen Jahren geriet die Forschung nach dem Ursprung, den Wurzeln der ungarischen Volkskeramik in die Mitte der Aufmerksamkeit. Auf die Wichtigkeit der Sárközer Keramik und innerhalb dieser auf die Mórágyer Keramik machten sich mehrere aufmerksam, jedoch erst die letzteren Forschungen brachten in ihren über einziges Keramikzentrum wesentlich weitgehenden Belang in der Tat Licht. Die Wiederwertung der ungarischen Sammlungen vorhandenen Mórágyer Gefässe verrichtete Teodóra Janka Nagy vor kurzem. Die Beantwortung der unlängst aufgetauchten volkskundlichen, geschichtlichen und wirtschaftsgeschichtlichen Probleme machte notwendig sowie die in den einigen,vorigen Jahren nach den vermehrten arhcäologischen Rettungsgrabungen zum Vorschein gekommenen, neuen Fundstoffe und die daran anknüpfenden Ausgrabungsbeobachtungen ermöglichen die interdisziplinierte Analyse und und Wertung des Problemenkreises vom neuen. Aus diesem reichen Problemenkreis möchte ich diesmal auf ein einziges Detaille, einen im Karpaten-Becken der bisherigen, archäologischen und volkskundlichen Forschung unbekannten Typ vom Hafnerofen und den darin gefundenen Fundstoff die Aufmerksamkeit aufmerksam machen. Den Bericht über die beobachteten Erscheinungen im Verlauf der Rettungsgrabungen halte ich auch für wichtig, da dieser einzige Ofen in seiner Bedeutung auf die Grenzen von den durch deutschen Ansiedler bewohnten Ortschaften, Mórágy und Völgység, weitgehend weist und auf einen von den möglichen Wegen der Herausbildung der ungarischen Volkskeramik, eine gegebene Form der regionalen Arbeitsteilung zu Völgység und der Donau entlang hindeutet. Nach der Benachrichtigung vom Museumfreund, István Machen und seiner Frau, kamen während der Begründungsarbeiten eines Mórágyer Hauses in der L. Kossuth Str. 86. ein Hafnerofen und Gefässbruchstücke in grosser Anzahl zum Vorschein. Eine recht grosse Bodenmenge war von den Bauern im Verlauf der Geländearbeiten auf dem nach Süden stark absteigenden Grund zur waagerechten Fläche bewegt worden. In der nordwestlichen Ecke, auf dem ehemaligen Gehstand Hess man einen gebogenen Teil (Länge 7m, Breite 8m) und anschliessend bemerkte man, dass in der gelben Lösswand ein roter, gebrannter Fleck und unzählige Keramikstücke vorkamen. Die gebrannte Kontur von einem Brennofen mit seiner weich kegelförmig verengten Seite zeichnete sich im Verlauf der Rettungsgrabung in der beschnittenen Uferseite von der Strasse her ab, genauer 80 cm tief von der heutigen Oberfläche sowie 150 cm am Zaun des westlichen Nachbarn, welcher nämlich einen Meter breit ist und einen flachen Grund hatte. Der Ofen Nr.1. neben dem Gehsteig wurde durch einen Greiferkran so stark zerstört, dass allein einige, kaum bewertende Details zu beobachten waren. Der grössere Teil des Ofens Nr. 2. auf der westlichen Seite blieb übrig, und während seiner Abreissung konnte auch die Struktur der Einschüttung gut beobachtet werden.(Abb.1-4.) Im Schnitt von unten bis oben sind die folgenden Schichten im Grund über die Rippe von 15 cm voneinander abzugliedern: A) Rohkeramik mit Engob bezogen, aus grauem und rotem Ton gedreht, bis 15-23 cm B) Ofenkacheln bis 23-41 cm gebrannt, vorgeglüht, mit Engob bezogen C) Einheitliche Lösseinfüllung bis 41-75 cm, die ursprünglich dem die Ofenöffnung einrahmenden, hineingestürzten Teil angehört haben mag. KRESZ Mária I99I: Magyar fazekasművészet. Budapest; L. IMRE Mária 1975-1978: Adatok a mecseknádasd-óbányai fazekassághoz MII. Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 20-23. Pécs; P. SZALAY Emőke 1993: A debreceni kerámia. Studia Folkloristica et Ethnographica 34. Debrecen; FÜVESSY Anikó 1993: A tiszafüredi mázas kerámia. Studia Folkloristica et Ethnographica 33. Debrecen; NAGY JANKA Teodóra 1995: Magángyűjtemények közületien mórágyi kerámiái. TISICUM X 257-285. Szolnok; VIDA Gabriella 1994: Az északkelet-magyarországi kerámia a 16-19. században. Manuscript. Debrecen. NAGY Janka Teodóra 1991: A korai néprajzi kerámia néhány kutatástörténeti és időrendi kérdéséről a mórágyi kerámia kapcsán. Múzeumi Kurír 62. Debrecen, 42-53.; ua.: 1994/a A mórágyi kerámia. In: A Dunántúl kerámiája I. (Csákvár, Mohács, Mórágy) kiállításvezető. (Ed.: Nagy Molnár Miklós) Szolnok. Es gehört zur gar nicht üblichen Geschichte der Rettungsgrabung, dass die Arbeiten ursprünglich erst bis zum Morgen des nächsten Arbeitstages aufgehoben wurden. Hiermit möchte ich mich für die Arbeit sogar beim Wassersturz bis spät in die Nacht bedanken: bei István Machen sowie Márk Hadnagy, Bálint Varga und seiner Frau, János Tarcal und nicht in letzter Reihe Janka Teodóra Nagy sowie den Kollegen von Szolnok und den Schülern aus Bölcske für die Waschung und Sortierung der Befunde. 125

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