H. Bathó Edit – Kertész Róbert – Tolnay Gábor – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 11. (1999)

Géza Szabó: Die diffuse Beziehung unter den Regionen Europas im 18-19. Jh.: Hafneröfen vom deutschen Typ aus Südtransdanubien

Abb. 1. Mórágy, Kossuth Str. 86. Einschüttung des Ofens Nr.2 D) Zwischen 75-80 cm befand sich eine auf den hineingestürzten Ofen nachträglich aufgefüllte Scherbenschicht mit Auswurf. E} Ganz oben schloss eingemischter Humus das obige Teil des Ofens durch dessen Aufwühlen seine obige Öffnung verschwand. Nach dem Abbruch je nach Schichten zeichnete sich vor uns ein in seinem Innern mit zwei Rippen geteilter Ofen rundförmigen Grundrisses (Innendurchmesser 1m) aus. Die geraden Rippen (Länge 60-62cm; Breite 20 cm; Höhe 15 cm) waren so aufgestellt gewesen, dass die minimale Entfernung 20-22 cm sogar an den engsten Stellen im Kreise im Feuerraum und voneinander gemessen betrug. An der inneren Wandung vom stark gebrannten Deckmantel war der Abdruck von der während der Beschmutzungen oft gebrauchten Glättkelle mit ihrer Breite 8-10 cm gut zu sehen. An den Ofen schloss sich eine ein bisschen elliptische Brand-öffnung (Breite und Höhe 32 cm) an, woraus eine Strecke etwa 70 cm lang freigelegt werden konnte. Demfolgendessen muss die Arbeitsgrube vom Ofen mindestens 70 cm weit entfernt oder noch ferner gelegen haben. Dies zeigt zugleich, dass irgend etwas zum Brennen nur von oben in den Ofen gelegt werden konnte, aber keinesfalls von den Seiten her. Das erklärkt vielleicht auch, dass es direkt gebrannte, mit Engob bezogene Scherben auf der Schicht der zum Vorglühen hingestellten Gefässe gab. Beim Brennen mag 4 BECZK"YNÉ Révész Ágnes 1938: A mórágyi és gyú'di fazekasság Néprajzi É kerámiai emlékei. Szekszárd. Abb. 2. Mórágy, Kossuth Str. 86. Querschnitt des Ofens Nr.2 das Ofendach wohl durch solche abfälligen Waren zugedeckt, isoliert worden sein. Die Lage, die homogene Schicht und die grosse Anzahl der im Feuerraum direkt auf den Rippen gefundenen, aus grauem und rotem Ton gedrehten, mit Engob bezogenen Keramiken weisen darauf hin, dass der obige Teil des Ofens auf die zum Vorglühen hineingestellten Gefässe gestürzt sein muss. Die beobachteten zwei Tonqualitäten - den früheren Meinungen gegenüber ­beweisen zugleich auch, dass dieselben Töpfer mit dem grauen und roten von grösserer Warmhärte gleichermassen gearbeitet haben. Auf den im Ofengrund gefundenen Gefässen war auch gut zu sehen, dass Engob auf die hauttrockene Keramik aufgelegt war, und so wurde die gebrannt, vorgeglüht, und erst anschliessend glasiert. Aufgrund der Menge der in der Erfüllung des Ofens gefundenen, halbfertigen Gebrauchsgeschirre und Zierkeramiken kann man auf die technologischen Kenntnisse des ehemaligen Meisters, auch die Typen seiner angefertigten Gefässe schliessen. Diese auswertende Arbeit haben wir nach dem Restaurieren des Stoffes gemeinsam mit Teodora Janka Nagy vor. Es ist aber bereits festzustellen, dass die Mehrzahl der verzierten Bruchstücke - abweichend von der für die Mórágyer Keramik allgemein geltenden Verzierung - durchs Sgraffito kennzeichnend ist, und aus diesem Grund ist der Gebrauch des Ofens aufgrund der Parallelen und der geschichtlichen Angaben aufs Ende des 18.Jh., den Beginn des 19Jh. zu datieren ist.(Abb. 5-6.) itö 30. I59-I69.; MÉSZÁROS Gyula 1968: Szekszárd és környéke törökös díszítésű 126

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