Madaras László – Tálas László – Szabó László szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 9. (1996)

Szabó Géza: Víz alatti régészeti adatok a Pannonia—Barbaricum határvonal IV. századi védelmének kérdéséhez

viereckige Türme und in der Mitte einen grösseren Turm. 8 Die Länge der am Rande der Schiffahrt liegenden Festung beträgt 76 m, die Breite 56 m. Die Länge der anderen Festung jenseits 74 m. Aber ihre westliche Seite hat die Donau weggewaschen, so konnte man deren Breite genau nicht vermessen. Die voneinander 2000 m weit entfernt liegenden Festungen waren gegenüber der anderen offen. Die Tiefenangaben der Maueröffnung am Fluss und die Ercheinung der hiesigen Grundlegung weisen darauf hin, dass an dieser Seite auch Wasserfahrzeuge in den von Mauern und Türmen beschützten, herumgeschlossenen Liegeplatz hineinfahren konnten. Zwischen den zwei Bau­werken können entweder eine stets bzw. zeitweilig errichtete Schiffbrücke oder eine längs einem Seil schwimmende Gelegenheit der Überfahrt mehr oder weniger starker Truppen prinzipiell gedient haben. Im Falle einer Schiffbrücke hat aber der Abbruch der mauer vom Fluss her keinen Sinn, ganz im Gegenteil, da ein breites Molo dafür praktischer wäre, das den schnellen Fortgang der Ankommenden ermöglichte. Ein nach den Beobachtungen der bisheringen Erschliessungen angenommener innerer, beschützter liegeplatz weist nach unserer meinung eher darauf hin, dass das Fahrzeug, das einem zwischen den zwei Ufern gespannten Tau entlang bewegt wurde, die Über­fahrenden vor dem mittleren Turm aufgenommen und gelandet hat, wie es manchenorts sogar jüngst dazu kam. Die Freilegung ist bei weitem nicht beendet, es bleiben noch die Bearbeitung der Funde und die Wertung der Ausgrabungsergebnisse übrig, deshalb beabsichtigen wir im weiteren nur eines der Probleme, nämlich die Struktur vom Limes nach unseren Beobachtungen anzudeuten. (Hoffentlich kann es bald auch zur vollständigen Publikation der bisherigen Forschungsergebnisse kommen, obwohl eine unerwartete Wendung bei der Erchliessung 1994 eintrat. Von den früheren Forschungsplänen abweichend und ohne die erforderliche Genehmigung für die Grabung hat A. Gaál das Baggern des archäologischen Fundortes organisiert und angefangen, der unseres gegenwärtigen Wissens als Unterwasserfundort am wesentlichster, ist. Es scheint damit eine vieljährige Diskussion zu Ende zu sein. Bei der ersten planmässigen, jahrelang systematischen und den auch im Festland gewohnten Anfor­derungen entsprechenden Freilegung kam man immer wieder darauf zurück, ob nur die bearbeiteten, inschriftlichen Steindenkmäler an die Oberfläche gebracht werden (gewählt dadurch die leichtere und spektakuläre Lösung) oder auch auf die Folgenden bestanden werden müssen, nämlich die Forschungen nach dem Grundriss und die archäologischen Unterwasserbeobachtungen, welche die Mauerstruktur und die Lage der Funde umfassen — trotz den Schwierigkeiten und Ar­beiten in langsamerer Phase. Die Entstehung des Gleichgewichtes zwischen den zwei Gesichtspunk­ten war um so mehr wichtig, denn es war anzunehmen, dass man nach einem "Jagen" des Ruinengebietes oder Auftauchen eines reicheren Fundstoffes um so wenigere Unterstützung für die übrigen, nicht mehr so auffälligen, fachlichen Arbeiten finden kann. In Folge dieser Forschungen kam es zur fachlichen Diskussion über die rechtslinksufrige Lage, die sich schon in den ersten Jahren gestaltete, demnach in deren Rahmen zum Verhältnis von Landungsfestungen bei Bölcske zum spätrömischen Festungsystem sowie zu den strategischen Angaben hinsichtlich der gegenüber­liegenden Lagen. All diese, d.h. die ausser den Inschriften verschafften Informationen und Antworten wären für die Forschung verschwunden, wenn man den schnelleren Weg wählend die Vermessung der Festung unterlassen und dadurch die Funde gebaggert hätte. Im Laufe der in den jüngsten Jahren angewandten Technologie geriet es einem nicht, die neuesten Funde und die archäologischen Beobachtungen an die Ergeb­nisse voriger Jahre organisch anzuschlissen und es tat den Funden auch nicht wohl: Die bearbeiteten Steindenkmäler wurden ziemlich in grossem Masse geschädigt. Der in den vorigen Jahren vermessene Grundriss hätte nämlich ermöglicht — statt der Vermessung zu den Fix­punkten am Ufer — die noch genauere Kartenauf­nahme für die Grundmauer der Festung. Das obige Verfahren wirft von fachlichem und auch etischem Standpunkt aus schwere Fragen auf. Darin sind alle einverstanden, dass es nötig ist, die seit Jahren unter ausserordentlich schwie­rigen Umständen vorgegangene Freilegung zu mechanisieren. Wie es aber niemandem einfiele, einen Friedhof reichen Fundstoffes nur darum auszupflügen, um den umgekehrten Fundstoff auf diese Art eventuell schneller und mit wenigeren Kosten zusammensammeln zu können, so würde es sich nun vielleicht jedoch lohnen, für die Frei­legung einzigartig reichen Stoffes an Inschriften die Methode zu finden, die sowohl den fachlichen 101

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