Madaras László – Szabó László – Tálas László szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 8. (1993)
Szabó Géza: Új adat a kárpát-medencei és az északi bronzkor kapcsolatához
GÉZA SZABÓ EIN NEUER BEITRAG ÜBER DIE BEZIEHUNGEN DES KARPATENBECKENS ZUR NORDISCHEN BRONZEZEIT Wegen den historischen Bezügen des Mitteldonauer-Beckens beschäftigte sich die Forschung im Karpatenbecken - darunter auch die in Ungarn - besonders viel mit den Beziehungen zum Balkan-Egeikum, sowie auch zu den deutschen Gebieten. Mann untersuchte aber kaum - aus Mangel an Funden - die Gegenstände, die im Gebiet der sog. nordischen Bronzezeit (Dänenemark, Schweden, Norwegen) entdeckt wurden, und mit den Funden im Karpatenbecken in Verbindung gebracht können, obwohl die Erforschung der Beziehungen des Karpatenbeckens einen-bedeutenden Platz in der Fachliteratur der nordischen Bronzezeit, einnimmt. 1 " 43 In der jüngsten Vergangenheit kam in der Gegend von Dunaföldvár eine bronzene Gürtelscheibe zum Vorschein, die ihre unmittelbaren Parallelen auf dem Gebiet der nordischen Bronzezeit, vorwiegend in Dänemark aufweist. 46 93 Im Karpatenbecken ist das - soviel ich veiss - der erste Gegenstand aus der späteren Bronzezeit, von dem man eindeutig feststellen kann, dass er sich aus dem erwähnten Gebiet abstammen lässt. Die Beschreibung der Gürtelscheibe Das Bezirksmuseum von Szekszárd hat in der jüngsten Vergangenheit von einem Privatsammler, Lajos Dánó, eine bronzene, mit fliessend ineinanderhakenden Spiralen verzierte Gürtelscheibe mit Spitze erworben. Nach Angaben des Verkäufers wurde der Fund noch während der Erdarbeiten beim Bau der Eisenbahnlinie Dunaföldvár-Solt ans Tageslicht gefördert. Aus den Händen mehrerer Eigentümer gelang das Fundstück 1986 mittels Kauf zu ihm. 44 Über das Erscheinen des Fundes konnte weiteres nicht erforscht werden. Der Durchmesser der Gürtelscheibe 45 ist 19 cm, die Höhe beträgt 6,5 cm. an der gewölbten Vorderseite sind eingetiefte im Kreis herumlaufende Verzierungen, und in der Mitte befindet sich eine kegelförmige, volle, ein wenig schiefe Spitze (Abb. 1.). Am Rand der Scheibe laufen in vier Reihen in einer Breite von insgesamt 13-16 mm - kaum wahrnehmbare keine Kanneluren. Es folgt dann eine 9-100 mm breite verzierte Partie, deren Musterung von der Teilungslinie nach links und auch nach rechts Zickzacklinien, Doppelinien und winzige, kaum 1x1 mm grosse Quadrate bildet (Abb. 8.). Diese winzigen Quadrate sind am meisten der Spur von feinem Radeln ähnlich (Abb. 5.). Die folgende 16-17 mm breite Partie wurde mit fliessend ineinanerhakenden echten Spiralen verziert (Abb. 14.). Demnächst ist wieder eine mit der vorigen völlig übereinstimmend strukturierte - mit Zickzacklinien verzierte 7-8 mm breite Partie zu sehen, hier folgen dann auch in einer Breite von 12-13 mm wieder die fliessend ineinanderhakenden, im Kreis laufenden Spiralen. Danach sind wieder in einer Breite von 9 mm die Zickzacklinien, beziehungsweise die laufenden Spiralen zu beobachten. Hinter der innersten, 12 mm breiten Spiralreihe beginnt die Verzierung der unmittelbarer Umgebung und die des Unterteiles der Spitze: winzige, 2 mm grosse Rhomben und drei - in Millimeterabstand laufende Linien. Am Fuss der Spitze sind in vier Reihen kleine, schiefe Rhomben zu sehen, und die Wand der Spitze ist mit sechs, in Millimeterabstand folgenden, im Kreis laufenden Linien verziert. Die schmale, kleine Rippe, die sich zwischen den beiden letzten eingetieften Linien befindet, wurde fein geradelt. (Abb. I, 2). 115