Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet

ab. Sie sind am Angelansatz am breitesten, und die Klingenschärfen werden allmählich, geradlinig bis das Ende der Klinge schmaler. Zu Schwertscheiden gehörende metallene Ortbänder tauchen relativ selten auf. In den Gräbern zwischen der zweiten Hälfte des 2. und dem ersten Drittel des 3. Jahrhunderts n. Chr. treten die Ortbänder der römischen Schwert- und Dolchscheiden auf, und außer ihnen sind schon die barbarischen Ortbänder verschiedenen Materials und abweichender Form zu finden. 507 Eine weite Analogie des im Grab 38 von Mezőszemere vorgekomme­nen Ortbandes wurde neben dem oben erwähnten Schwert von Tiszadob gefunden. Vergleicht man die Schwerter von Mezőszemere mit einigen späten Schwerttypen (Abb. 76), fällt der Unterschied auf. Die Griffangel der zum Typ I gehörenden Schwerter ist breiter, die Klinge ist gerade, die Schwertschneiden laufen parallel und am Ende laufen sie spitz zu. Dem Typ II sind die Exemplare mit ähnlicher Klinge, aber schmalem Griff zuzuordnen, während die Schwerter mit einer Klinge ähnlicher Ausbildung und mit einem Griff, dessen Dicke zwischen den Typ I und II fällt, in den Typ III/A eingeordnet werden können. Die Griffangel des Types III/B ist breit und die Klinge sehr lang. Der Durchschnitt der Klinge der behandelten Typen ist linsenförmig. Dem Typ IV können die grazilen Klingen zugeordnet werden, deren Schneiden gerade, dann allmählich verengt spitz zulaufen. Die Griffangel ist schmal, die Klinge hat eine Blutrinne. Abschließend werden die Exemplare, deren Klinge der des Typs IV ähnlich, aber kürzer und breiter ist, und die eine breitere Griffangel und einen linsenförmigen Durchschnitt aufweisen, in den Typ V eingereiht. Dolch, Streitmesser 508 Bei den östlichen Sarmaten tauchen die Lang- und Kurzschwerter (Dolchschwerter) in den Bestattungen sehr früh auf. Das Langschwert wurde auf einem Schwertgürtel um den Leib getragen, während das Kurzschwert auf dem rechten Schenkel, mit einem Riemen festgebunden. 509 Auch die römischen Soldaten trugen einen Dolch. Bei den Sarmaten des Karpatenbeckens verbreiteten sich die langen, einschneidigen „Streitmesser" 5 ' 0 und die zweischneidigen Dolche 5 " erst im 4. Jahrhundert n. Chr. in größerer Zahl. Die barbarischen und römischen Waffenkombinationen weisen eine typo­logische Abweichung bei den Streitmessern und Dolchen auf. Das Grab eines germani­schen Kämpfers dient als ein gutes Beispiel dafür. Im Grab von Hürth-Hermülheim, in 507 VADAY Andrea 1985, 381-382, Abb. 4 und Abb. 5. 508 Der inkonsequente Wortgebrauch von Mihály Párducz wurde richtiggestellt: VÖRÖS Gabriella 1985, 159 und Anm. 59. 509 4 S. z. B. die Rekonstruktion von SIMONENKO,A.W.-LOBAJ, B.I.. 1991, Abb. 28. 510 4 Zwei Messer in demselben Grab, hauptsächlich in Frauengräbern, kamen schon viel früher vor. Da kann ihre Anwesenheit eher mit der abweichenden praktischen Benutzung, als mit einer Kampffunktion erklärt werden. Die mehreren, vom Gürtel der Jazygen herunterhängenden Messer wurden schon von Ovid erwähnt. 511 z. b. Tiszaföldvár-Téglagyár, VADAY Andrea 1989, Kat. 318, Taf. 108, 1. In Osten kommen auch die kurzen Exemplare in der Größe eines Dolches in Vergesellschaftung von Langschwertern mit Ringknauf vor. In dem Karpatenbecken konnte diese Kombination bis dahin nicht beobachtet werden. 93

Next

/
Oldalképek
Tartalom