Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)
Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet
und 14 % Frauengräber, das Geschlecht der anderen - 39 % - ist fraglich (ausgeraubte Bestattungen oder Kindergräber). Das Gräberfeld von Tiszadob wurde größtenteils schon vernichtet, die Verteilung der - den Bestattungen von Mezőszemere ähnlich orientierten Männer- und Frauengräber war im zwischen 1983 und 1990 gut dokumentiert freigelegten Gräberfeldsdetail annähernd das gleiche. Interessant ist der Vergleich mit der Verteilung der Toten nach Geschlecht (und Lebensalter) im vollkommen erschlossenen - vermutlich zu der militärischen Aristokratie gehörenden - Familiengräberfeld mit wenigen (11) Gräbern von Sándorfalva: Männer Frauen ? erwachsene Kinder Junge Leben salter? Erwachsene^) Kind 4 2 1 2 1 1 6 3 2 insgesamt 55 27 18 % In diesem Gräberfeld ist der militärische Charakter ebenso kennzeichnend wie in Mezőszemere, und die Männergräber waren ebenfalls in der Mehrheit. Beigaben In Mezőszemere wurden die bei den Sarmaten gewöhnlichen Gegenstände im Grab beigegeben. In dem Karpatenbecken sind die Gefäß- (Abb. 64) und Spinnwirtelbeigaben 167 seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. bekannt, und die Obolusse (Abb. 65), die im Osten gar nicht zu den gewöhnlichen Beigaben gehören, tauchen ab der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. auf. 168 Valéria Kulcsár hegte Zweifel über die ins Grab gestellten Gefäße: „Die Gefäße konnten grundsätzlich für die Speicherung von Speisen (oder Getränken) mit lockerer Zusammensetzung benutzt werden, wenn sie im Grab überhaupt zu diesem Zweck dienten ." 169 Da die Verfasserin ihren Zweifel nicht ausführte, mit archäologischen oder Auktor-Angaben nicht unterstützte, sind wir - der allgemein akzeptierten Ansicht anschließend - weiterhin der Meinung, daß die Grabgefäße zur Speicherung der den Toten als Mundvorrat gegebenen Speise- oder Getränkebeigaben dienten. In den Gefäßen kann man Speise- oder Getränkereste wirklich selten beobachten, aber das kann wegen des Charakters des organischen Materials am meisten nur Bestattungen dieses Gräberfeldes können innerhalb von weiteren Zeitgrenzen datiert werden. Die Verteilung der Geschlechter in den einzelnen Phasen ist fraglich. 167 Auch im ostsarmatischen Gebiet sind sie gewöhnliche Beigaben. 168 Die in den sarmatischen Gräbern vorgekommenen Münzen wurden von István Bona als Obolusse bestimmt: BONA István 1980, 80. Seine Feststellungen wurden teilweise von VADAY Andrea 1989, 187 korrigiert. Eine weitere Zusammenfassung: KULCSÁR Valéria 1998, 58. 169 KULCSÁR Valéria 1998, 71. 50