Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet

durch Materialanalyse nachgewiesen werden. 170 Im nachfolgenden behandeln wir die Beigaben nach den Gräbergruppen des Gräberfeldes zusammenfassend. 171 Gräbergruppe I In zehn Gräbern gab es Gefäßbeigaben, sowohl Ton- als auch Glasgefäße (Abb. 64). Die Tongefäße kamen ausnahmslos in der Fußgegend zum Vorschein. Die meisten sind Gefäße mit kugeligem Körper. Ein sehr abgewetztes Exemplar wurde im Männergrab 28 gefunden. Im Laufe der Freilegung konnte man nicht entscheiden, ob es auf oder neben den Sarg gestellt wurde. Das war die Lage auch beim Grab 32, das bedingt als das Grab eines Mädchens bestimmt wurde, und in dem es ein Leichentuch gab. Neben den in ein Leichentuch gehüllten und in Sarg gelegten Mann des Grabes 36 stellte man ein repa­riertes Gefäß, vermutlich auf den Sarg. Im Sarggrab 39, in dem ein Junge lag, wurde das Gefäß von kugeligem Körper mit der Leiche in das Leichentuch gehüllt. Ein gebrochenes und sekundär als Deckel benutztes Gefäß wurde auf das Leichentuch der Leiche unbe­stimmbaren Geschlechtes im Grab 27 gestellt. Im Grab 41, in dem ein junger Mann lag, wurde die auf den Fingerknochen des linken Fußes gefundene Schüssel wahrscheinlich auf den Sarg gestellt. Im Männergrab 58 stellte man das Gefäß in den Sarg. 172 Beim Sarggrab 42 ist es nicht zu entscheiden, ob der Krug auf den Sarg oder in den Sarg gestellt wurde. Im Grab 33, in dem die Leiche in ein Leichentuch gehüllt begraben wurde, diente ein Kochgefäß zur Libation. Das Gefäß befand sich innerhalb der Verfärbung des Leichentuches, am Ende der Zehen, und seine Lage weist darauf hin, daß es mit dem Toten in das Leichentuch gehüllt wurde. Ins Frauengrab 40 wurde ein Tonbecher in dem Leichentuch beigegeben, seine Lage war der des Gefäßes im Grab 33 ähnlich. In Tiszadob-Sziget wurde das Gefäß ebenfalls in den Sarg gestellt. 173 Die Gefäße mit gedrückt kugeligem Bauch und steilem Rand (Grab 28), die sich im unteren Drittel bauchenden Gefäße mit steilem Hals (Grab 36) und die bikonischen Exem­plare ebenfalls mit steilem Hals (Grab 39) sind - allgemein bekannt - die Funde des späten Horizontes. 174 Tonbecher 175 (Grab 40) wurden in die Gräber selten beigegeben. Das im Grab 41 gefundene Gefäß vertritt eine allgemein vorkommende, langlebige Schüsselform. Dasselbe gilt auch für den kleinen Henkelkrug des Grabes 42 und für die im Grab 32 bzw. 54 vorgekommenen Gefäße mit kugeligem Körper. Auch das bikonische 170 Obwohl wir die Bezugnahmen auf unpublizierte Befunde vermeiden möchten, muß es er­wähnt werden, daß Milchreste auf der inneren Oberfläche eines Grabgefäßes von Tiszafüred­-Téglagyár im Laufe der Materialuntersuchung nachgewiesen werden konnten. 171 Die Gegenstände der alltäglichen Tracht, die Messer, die Gegenstände des Hirtenbeutels (Feuerstein, Ahle, Feuerstahl) und die Toilettenartikel werden den Beigaben nicht zugeordnet. Einer anderen Auffassung ist KULCSÁR Valéria 1998, 56-57. 172 Darauf weist die Lage der Fußknochen hin. 173 ISTVÁNOVITS Eszter 1993, Grab 34. 174 Z. B. Tiszavalk, Grab 10. GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, Abb. 14/4. 175 Sie gelten nicht nur in den Gräberfeldern, sondern auch in den Siedlungen als seltene Gefäß­formen. Einen Tonbecher gabes z. B. im Grab 16 von Tiszavalk. GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, Abb. 17/6. 51

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