Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet

nenunterganges. 119 Demgemäß kann die Abweichung der Grabachsen vermutlich die Jahreszeit, innerhalb dessen engere Perioden bezeichnen. 120 Die Untersuchung der Grab­orientationen innerhalb der Gräbergruppen verschiedener Orientierung weist über den Rahmen der vorliegenden Arbeit hinaus, so machen wir nur darauf aufmerksam, daß auch die Gräber mit kleinerer Abweichung der Achsen im Gräberfeld von kurzer Belegungszeit in Mezőszemere unter den Gräbern von verschiedener Tiefe abgesondert werden können. 121 Im Gräberfeld ist es auffallend, daß alle Grabtiefen in der dem Sumpf nächst­liegenden Gräbergruppe vorkommen. Die weiter entfernt befindliche Gräbergruppe II enthält nur mitteltiefe und tiefe Gräber, während ausnahmlos tiefe Bestattungen in der am weitesten entfernt liegenden Gräbergruppe vorkamen. Wenn die Feststellung über den Grundwasserspiegel gültig ist, bekommt man Angaben aus den abweichenden Grabtiefen in erster Linie zur relativen Zeitstellung der Gräber in zwei Grabreihen der Gräbergruppe I. 122 Die hypothetischen Entsprechungen zwischen Grabtiefe und Jahreszeiten faßten wir in der folgenden Tabelle zusammen: Gräbergruppe I, nördliche Grabreihe Gräbergruppe II, südliche Grabreihe Grabtiefe Periode 41 ­tief trocken ­42 mitteltief vorübergehend/naß 40 ­seicht flutig/regnerisch 39 ­seicht flutig/regnerisch 38 seicht flutig/regnerisch 32 tief trocken 37 tief trocken 36 tief trocken 31 ­seicht flutig/regnerisch 35 seicht flutig/regnerisch 34 seicht flutig/regnerisch 3 3 seicht flutig/regnerisch 29 ­mitteltief vorübergehend/naß 28 ­mitteltief vorübergehend/naß 27 ­mitteltief vorübergehend/naß 26 ­mitteltief vorübergehend/naß 59 ­seicht flutig/regnerisch 58 ? ? 119 Das bezieht sich nicht nur auf die Gräber mit O-W-, sondern auch auf die mit N-S-Achse. Es ist wichtig, das Wort „Achse" zu betonen, da einige ungarische Sarmatenforscher die Achse des Grabes und die Orientierung der Bestatteten (kurz: Graborientierung) für gleich halten. 120 Bis dahin wurden die sarmatischen Gräberfelder der einzelnen Perioden aufgrund der Abweichung der Grabachsen innerhalb von 45° bzw. aufgrund der Änderungen des Sonnen­aufganges und -Unterganges in den einzelnen Jahren nicht untersucht. Daran kann man nur bei den neulich freigelegten, gut beobachteten Gräberfeldern denken, da auch noch der Gräber­feldsplan der früheren Ausgrabungen nach den schematischen Zeichnungen rekonstruiert wer­den muß. So ist auch die Genauigkeit der Gradbestimmung noch weniger sicher. 121 S. unten bei den Angaben der Tabelle! 122 Wir schließen natürlich die Möglichkeit nicht aus, daß die Grabtiefe in einigen Fällen vom 41

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